Als Großer Komet wird ein Komet bezeichnet, der außerordentlich hell und spektakulär erscheint, insbesondere durch einen schon mit bloßem Auge deutlich sichtbaren Schweif.
Es gibt offiziell keine anerkannte Definition für „Große Kometen“. Als Faustregel gilt aber, dass es eine Erscheinung ist, die auch einem unbedarften Betrachter des Nachthimmels zufällig auffällt. Dazu muss der Komet eine scheinbare Helligkeit erreichen, die den 22 hellsten Sternen erster Größe gleichkommt (das entspricht einem Wert von 1,5 mag).
Während die meisten Kometen nur mit Hilfe von Teleskopen beobachtet werden können, entwickeln manche eine Helligkeit, die sie auch freiäugig zu auffälligen Erscheinungen werden lassen. Die Gründe dafür sind eine große Annäherung des Kometen an die Sonne oder an die Erde und meist auch ein ungewöhnlich großer oder aktiver Kometenkern. Bei den meisten großen Kometen handelt es sich daher um langperiodische Kometen, oder um Kometen, die überhaupt das erste Mal in das innere Sonnensystem vordringen. Kurzperiodische Kometen, die bei jeder Annäherung an die Sonne Material verlieren, werden auch in Erdnähe selten eine auffällige Erscheinung. Eine Ausnahme bildet lediglich der Halleysche Komet, dessen oftmals spektakuläre Erscheinungen mehrfach als „Großer Komet“ verzeichnet wurden.
Die folgende Auswahl und die Angaben zu Helligkeiten und Schweiflängen sowie zur Sichtbarkeitsdauer mit freiem Auge basieren im Wesentlichen auf den Listen von Donald K. Yeomans und (ab dem 19. Jahrhundert) von John E. Bortle mit Ergänzungen aus einzelnen Kometenartikeln.
Der seit 240 v. Chr. regelmäßig alle 74 bis 79 Jahre beobachtbare Komet 1P/Halley ist nicht mit aufgeführt.
Großer Komet von 373 vor Christus
Der Komet war im Jahreswechsel −373 zu −372 sichtbar und der griechische Historiker Ephoros berichtet, dass sich der Komet in zwei Stücke geteilt habe.
C/-43 K1 (Komet Caesar) (44 v. Chr.)
Der Tageslichtkomet war mindestens 72 Tage von Mai bis Juli sichtbar. Während er in China schon im Mai/Juni beobachtet wurde, war seine Sichtbarkeit in Italien durch einen starken Ätna-Ausbruch bis in den Juli hinein eingeschränkt. Nach Ramsey & Licht (1997) werden −3,3 mag sowie maximal −4,0 mag während eines letzten flare-up (23. bis 25. Juli) verzeichnet.
Chinesische Beobachter berichten von einer Schweiflänge über 70° und konnten den Kometen etwa 80 Tage beobachten.
Chinesische Beobachter berichten von einem Kometenschweif mit über 90° Länge.
Der Komet erreichte etwa 1 bis 2 mag bei 39 Tagen Sichtbarkeit mit bloßem Auge.
Chinesische Beobachter berichten von einer Schweiflänge größer als 70° Länge. Die Helligkeit erreichte im Maximum −1 mag bei 26 Tagen Sichtbarkeit.
Der Komet erreichte maximal 0 mag bei 30 Tagen Sichtbarkeit.
Der Komet erreichte etwa 1 bis 2 mag bei 100 Tagen Sichtbarkeit.
Der Komet erreichte 0 bis 1 mag bei 100 Tagen Sichtbarkeit.
Der Komet erreichte 0 mag bei 106 Tagen Sichtbarkeit.
Der Komet erreichte etwa 1 bis 2 mag bei 62 Tagen Sichtbarkeit.