Graham Colin Swift (* 4. Mai 1949 in London) ist ein britischer Schriftsteller.
Swift besuchte das Dulwich College in London, das Queens’ College in Cambridge sowie die University of York und arbeitete danach als Lehrer.
Bekannt wurde er durch seinen preisgekrönten Roman Wasserland. Er schreibt Kurzgeschichten und Romane und zählt nach Ansicht verschiedener Kritiker, darunter der Feuilletonist Thomas David, zu den bedeutendsten Erzählern der britischen Gegenwartsliteratur. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Zentrales Thema seiner Bücher ist die Funktion der Erinnerung. Er entwickelt es anhand von Figuren aus der jüngeren englischen Geschichte durch Verknüpfung von persönlichen Schicksalen mit der Weltgeschichte. Besonderes Stilmittel ist dabei die achronologische Erzähltechnik – das aufgeschobene, fragmentierte Erzählen nachgetragener Vorgeschichten – und der Einsatz eines unzuverlässigen Erzählers.
Sein 2016 veröffentlichter Roman Mothering Sunday, der 2017 in der deutschen Übersetzung von Susanne Höbel unter dem Titel Ein Festtag erschien, wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Der Roman wurde auf Anhieb ein internationaler Bestseller und erhielt 2017 den renommierten Hawthornden-Preis.
1983: Guardian Fiction Prize für Waterland
1983: Geoffrey Faber Memorial Prize für Shuttlecock
1996: Booker-Preis für Letzte Runde
1996: James Tait Black Memorial Prize für Letzte Runde
2017: Hawthornden-Preis für Mothering Sunday
The Sweet-shop owner. Novel, 1980
Ein ernstes Leben. Roman. Aus dem Englischen von Matthias Müller. Zsolnay, Wien 1986, ISBN 3-552-03827-2
Alias Federball. Roman. Aus dem Englischen von Maria Gridling. Zsolnay, Wien 1983, ISBN 3-552-03537-0
Learning to Swim. Short stories, 1982
Schwimmen lernen. Erzählungen. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Hanser, München 2006, ISBN 978-3-446-20769-1
Wasserland. Roman. Aus dem Englischen von Franziska Reiter. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15846-9
Out of This World. Novel, 1988
Von jenem Tage an. Roman. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-22248-5
Letzte Runde. Roman. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Hanser, München 1997, ISBN 3-446-18959-9