Gottfried Schädlich (Pseudonyme: Fried Noxius und G. F. W. Suixon; * 20. März 1917 in Kirchberg; † 12. Mai 2007 in Brühl) war ein deutscher Oberstleutnant und Schriftsteller.
Schädlich war nach dem Abitur an der Fürstenschule Grimma für wenige Monate bis September 1937 für den Reichsarbeitsdienst im Emsland tätig. Im gleichen Jahr im Oktober trat er als Schütze dem Heer der Wehrmacht bei. Anfang des Zweiten Weltkrieges wurde er zunächst als Zugführer und Adjutant im 1. Bataillon des 514. Grenadier-Regiment der 294. Infanterie-Division eingesetzt. Im Spätherbst 1942 wurde er als Oberleutnant Chef einer Schützenkompanie und Führer einer deutsch-rumänischen Kampfgruppe. Im späteren Laufe des Krieges wurde Schädlich als Hauptmann und Major, Kommandeur des 1. Bataillon des 514. Grenadier-Regiment und wurde am 13. Januar 1944 mit dem Deutschen Kreuz in Gold sowie am 9. Juli 1944 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Kurz darauf, im August 1944, wurde die 294. Infanterie-Division im Zuge der Operation Jassy-Kischinew der Roten Armee bei Kischinew vernichtet. Von September 1944 bis Dezember 1949 war er in sowjetischer Kriegsgefangenschaft in den Lagern Grjasowez, Tscherepowez und Michailowo. Dort arbeitete er als Holzschlepper, Holzfäller, Mäher und Zimmermann.
Nach seiner Rückkehr in die Bundesrepublik arbeitete er zunächst als Zollbeamter in Aachen. 1956 trat er als Major der neugegründeten Bundeswehr bei. Dort arbeitete er zunächst als Hörsaalleiter und Inspektionschef an der Kampftruppenschule II in Munster und der Heeresoffizierschule I in Hannover. 1963 wurde er zum Oberstleutnant befördert und ab 1965, bis er 1973 in den Ruhestand versetzt wurde, beim Heeresamt in Köln als Leiter der Gruppe Divisionsvorschriften eingesetzt.
Schädlich veröffentlichte über dreißig Bücher, unter seinem bürgerlichen Namen einige militärische Fachbücher und unter dem Pseudonym „Fried Noxius“ zahlreiche Kinder- und Jugendbücher und Romane sowie Hör- und Fernsehspiele.
Das 1963 bei E.S. Mittler & Sohn erschienene Taschenbuch der Taktik gilt nach einer Rezension in der Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift als „sehr gut geeignet, wirklich als Taschenbuch mitgeführt werden zu können“. Es werden „recht nützliche Hinweise für die Gestaltung der Taktischen Schulung“ gegeben. Über sein Werk Das Trojanische Pferd (1965) hieß es: „Als Ideensammlung kann das Bändchen jeden Ausbilder vom Gruppenführer bis zum Bataillonskommandanden empfohlen werden.“
Deutsches Reich NS Infanterie-Sturmabzeichen in Silber (12.12.1941)
Deutsches Reich NS Nahkampfspange in Bronze (25.9.1943)
Deutsches Reich NS Dienstauszeichnung 4. Klasse (1941)
Deutsches Reich NS Ostmedaille (20.8.1942)
Deutsches Reich NS Eisernes Kreuz 2. Klasse (4.9.1941)
Deutsches Reich NS Eisernes Kreuz 1. Klasse (8.4.1942)
Deutsches Reich NS Deutsches Kreuz in Gold (13.1.1944)
Deutsches Reich NS Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes (9.7.1944)
Bulgarien Königlich Bulgarischer Tapferkeitsorden 4. Klasse 2. Stufe (30.6.1942)
Deutschland Verdienstkreuz am Bande (22.2.1973)
mit Hans Moll: Kurzgefaßtes Lehrbuch für den Reserveoffizier und (Res.-)Offz.-Anwärter. 2 Teile, Mittler, Frankfurt am Main 1960.
1. Teil: Einführung und allgemeine Schulung.
Taschenbuch der Taktik. Mittler, Frankfurt am Main 1963.