Gordon Percival Septimus Jacob, CBE (* 5. Juli 1895 in Upper Norwood, London; † 8. Juni 1984 in Saffron Walden, Essex) war ein englischer Komponist, Dirigent, Arrangeur und Musiklehrer.
Gordon Jacob war einer von 60 Überlebenden eines 800 Mann starken Bataillons im Ersten Weltkrieg. Zwischen 1919 und 1923 studierte er am Royal College of Music in London bei Stanford, Boult und Vaughan Williams (mit letzterem verband ihn auch danach eine Brieffreundschaft). Von 1924 bis zu seinem Ruhestand 1966 unterrichtete er selbst am Royal College. Zu seinen Schülern zählten Malcolm Arnold, Colin Mawby und Imogen Holst.
Gordon Jacob hinterließ rund 700 Kompositionen, darunter
1942 Klarinettenquintett g-Moll
1956 Sextett für Klavier und Bläserquintett B-Dur
1975 Duo für Klarinette und Fagott
1978 Flötenquartett Four Fancies
Jacob galt als Englands großer Meister der Instrumentierung. Am Beispiel Mundharmonika kann man das ablesen:
1957 Divertimento for Harmonica and String Quartet – Larry Adler gewidmet
1957 Five Pieces for Harmonica and Orchestra (or piano) – Tommy Reilly gewidmet
Außerdem schuf er Kompositionen für weitere sonst vernachlässigte Instrumente und außergewöhnliche Besetzungen:
Stücke für Flöte, Trompete, große Trommel und Klavier
Seine Instrumentationskunst brachte ihm die Aufgabe ein, das Orchesterarrangement der britischen Nationalhymne für die Krönungsfeierlichkeiten von Elizabeth II. im Jahr 1953 zu schreiben.
Eric Wetherell: Gordon Jacob: a centenary biography. Thames Publishing, London 1995, ISBN 0-90521084-0.
Website des Komponisten (Memento vom 18. Oktober 2007 im Internet Archive), abgerufen am 13. Juli 2018
Werkverzeichnis (Memento vom 4. Juni 2001 im Internet Archive)