Gisela Kubon-Gilke (geboren am 15. August 1956; gestorben am 26. Juli 2026) war eine deutsche Volkswirtin und Professorin für Ökonomie und Sozialpolitik an der Evangelischen Hochschule Hessen (vormals Ev. Hochschule Darmstadt).
Gisela Kubon-Gilke studierte von 1975 bis 1980 Volkswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin, später wissenschaftliche Assistentin, am Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie (Ekkehart Schlicht) der Technischen Universität Darmstadt. Dort wurde sie promoviert und habilitierte sie sich. Nach zwei Vertretungsprofessuren nahm sie 1998 einen Ruf der Evangelischen Hochschule Darmstadt an und lehrte dort als Professorin, seit 1. Oktober 2022 als Seniorprofessorin für Ökonomie und Sozialpolitik.
Ihre Forschungsschwerpunkte lagen auf den Gebieten der Theorie der Sozial-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik sowie auf normativen und institutionellen Grundfragen der Ökonomik. Außerdem lag ihr Interesse auf neuen Formen der didaktischen Aufbereitung theoretischer Inhalte, u. a. durch eine Kombination aus Roman und Lehrbuch. Gisela Kubon-Gilke war Ehrenmitglied der Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen sowie gewähltes Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
Gestalten der Sozialpolitik. Theoretische Grundlagen und Anwendungsbeispiele. Marburg, 2018.
mit Remi Maier-Rigaud: Utopien und Sozialpolitik. Über die Orientierungsfunktion von Gesellschaftsmodellen. Marburg, 2020.
mit Juhani Laurinkari: Renaissance der Produktivgesellschaft. Institutionenökonomische und sozialwissenschaftliche Analysen zur Demokratisierung der Wirtschaft in international vergleichender Perspektive. Marburg, 2021.
mit Claus Gilke: Leopold. Ein institutionenökonomisch lehrreicher Kriminalroman. Marburg, 2021.
Literatur von Gisela Kubon-Gilke im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Homepage auf der Website der Evangelischen Hochschule Hessen
Personen-Eintrag der Schader-Stiftung (Abruf am 8. Februar 2025)
Gisela Kubon-Gilke 2018: Individuum, Gruppe und Gesellschaft (Abruf am 25. Januar 2025)