Giovanni Maria Anfossi (* 6. August 1864 in Ancona; † 16. November 1946 in Mailand) war ein italienischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge.
Anfossi studierte am Mailänder Konservatorium Klavier bei Francesco Simonetti und Giuseppe Martucci und Komposition bei Paolo Serrao und Pietro Platania. 1887 legte er als Diplomarbeit die Kantate Ode all’amore für vierstimmigen Chor und Orchester vor. Im Folgejahr wurde er Klavierlehrer am Collegio reale in Verona, zugleich begann er seine Laufbahn als Pianist.
1894 wurde er als Klavierlehrer an das Istituto Bruni-Morandi in Mailand berufen. Hier gründete er eine eigene Musikschule, die er nach seinem berühmten Vorfahren Pasquale Anfossi benannte und aus der Pianisten wie Luisa Bàccara und Arturo Benedetti Michelangeli hervorgingen. Daneben war er viele Jahre Mitglied der Prüfungskommission am Conservatorio Giuseppe Verdi und Mitarbeiter der Gazzetta Musicale.
Rebellio, sinfonische Dichtung für Orchester, UA 1883
Cantata all’Italia für vierstimmigen Chor und Orchester, UA 1885
Cantica sacra e Cantica funebre für zweistimmigen Kinderchor und Orgel, 1886
Dialogo d’amore e Scherzo für Streichquartett und Klavier, 1889
Sala della Gran guardia vecchia, Ode für Chor und Orchester, 1890
Impressioni musicali für dreistimmigen Frauenchor und Klavier, 1913
Diana italica, Hymne für Chor und Orchester oder Klavier
Ricordanze per pianoforte, 1914
Due impressioni per pianoforte, 1914
Dizionario Biografico degli Italiani - Anfossi, Giovanni