Gerhard (auch: Gerhart, abgekürzt: Gerd, Gert, Gertschi und Geri) ist ein männlicher Vorname und Familienname.
Herkunft und Bedeutung des Namens
Der Name kommt aus dem althochdeutschen und setzt sich zusammen aus den Wörtern gēr = „Speer“ und hart = „hart“, „stark“.
Gerhard kann wie „sattelfest“ (hard – fest) gedeutet werden, also: „der Speerstarke“, „kühner, treffsicherer Speerwerfer“, „der Kühne mit dem Speer“, „tapferer Jäger mit Speer“, „spitzer Speer“.
Die Verbreitung des Namens Gerhard stieg in Deutschland am Anfang des 20. Jahrhunderts. Von der Mitte der 1910er Jahre bis Mitte der 1930er Jahre gehörte er zu den zehn häufigsten Jungennamen des jeweiligen Jahrgangs. In den 1960er Jahren ging seine Popularität stark zurück, seit den 1970er Jahren werden kaum noch Jungen Gerhard genannt.
27. Januar: nach dem sel. Gerhard, Abt von Kremsmünster († 27. Januar 1050)
früher 30. Januar, jetzt 14. Juni: nach dem sel. Gerhard von Clairvaux (Kämmerer), einem Adligen und Zisterziensermönch, Bruder von Bernhard von Clairvaux († 1138)
8. März: nach dem sel. Gerhard von Clairvaux (Abt), einem Märtyrer und Zisterzienserabt († um 1177)
23. April: nach dem hl. Gerhard, Bischof von Toul († 23. April 994)
24. September: nach dem hl, Gerhard von Csanád, Bischof von Csanád († 24. September 1046)
16. Oktober: nach dem hl. Gerhard Majella, († 16. Oktober 1755)
männlich: Gerhart, Gard, Garrit, Geert, Gehrt, Gerd, Gerhardt, Gerhart, Gerit, Gero, Gerrit, Gerrith, Gerry, Gert, Gherhard, Gherardo, Jerrit
Kurzform: auch Hardy, österr. (umgangsspr): Hartl, Geri, Gerli (Rufname)
Familiennamen: Gerhard, Gerhardy, Gerdes, Geerdes, Gertz
In Norwegen und in Schweden ist „Gerd“ ein weiblicher Vorname, siehe auch Gerda (Mythologie).
Gerhard (Liesborn) († 1303), Abt des Benediktinerklosters Liesborn
Gerhard von Augsburg (10. Jh.), Kleriker in Augsburg
Gerhard von Bevar (vor 1280–1318), Bischof von Konstanz