An diesem Tag

Gerd Knebel

Deutscher Musiker, Comedian und Schauspieler (1953–2026)

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Gerd Knebel (* 30. März 1953 in Rodgau; † 24. Januar 2026 ebenda im Stadtteil Nieder-Roden) war ein deutscher Musiker, Comedian und Schauspieler. Zu größerer Bekanntheit kam er als Teil des Komikerduos Badesalz.

Knebel war Gründungsmitglied und Sänger der hessischen Kultband Flatsch! bis zu ihrer Auflösung 1988. Mit Henni Nachtsheim bildete er das Komiker- und Musikduo Badesalz. Bei Auftritten mit Badesalz spielte Knebel in den Songs Gitarre.

Von 2005 bis 2007 war Knebel zusammen mit Olaf Mill (Ex-Flatsch!), Seppl Niemeyer (Ex-Flatsch! und -Velvet Universe) sowie Willy Wagner und Peter Runcl als Die Groben Junggesellen zu hören und auf der Bühne zu sehen.

Im April 2006 startete Knebel mit dem Soloprogramm Um was geht’s hier eigentlich?, außerdem würdigte er in einem Gemeinschaftsprogramm den verstorbenen Kabarettisten Matthias Beltz, mit dem er befreundet war. In dem Stück wurden Beltz’ Texte neu dargeboten. Seit 2013 war Knebel erneut solo mit dem Programm Wörld of Drecksäck unterwegs.

2007 und 2008 bildete Knebel neben dem Gitarristen Aren Emirze (Harmful, Rinderwahnsinn) den Kern der Deutschrock-Band Angst vor Clowns, mit Knebel als Texter und Sänger. Im Februar 2010 erschien die erste CD eines neuen Projekts mit Olaf Mill namens Nette Rabenväter. Das Projekt spielte als hauptsächlich akustisches Duo mit Texten im Stile (und teilweise dem Repertoire) der Groben Junggesellen, verabschiedete sich jedoch 2014 von der Bühne.

2011 gründete Gerd Knebel mit Olaf Mill und den Ex-Rebellion-Mitgliedern Uwe Lulis und Gerd Lücking als diesmal englischsprachiger Sänger die Metal-Band GiftDwarf, eine gleichnamige CD wurde veröffentlicht.

2016 startete er mit Musikproduzent und Komponist Niklas Kleber das Soloprojekt „Die Knebells“ und veröffentlichte die gleichnamige CD auf dem von den Badesalz-Mitgliedern für ihre eigenen Projekte neu gegründeten Label Frau Batz Records.

2018 veröffentlichte Knebel zusammen mit dem Darmstädter Rapper Mädness unter dem Bandnamen „Dirty Dabbes“ die CD Putzintensiv.

Im Rahmen der COVID-19-Pandemie mit fehlenden Bühnenauftritten und während des Erlernens der spanischen Sprache reifte die Idee, auch Lieder mit spanischem Text zu singen. Gemeinsam mit einer befreundeten Kolumbianerin schrieb Knebel daraufhin Texte und veröffentlichte 2022, erneut mit Musikproduzent Niklas Kleber, unter dem Pseudonym Gerdo Sintrenza („Gerd ohne Zopf“) ein Album mit spanischen Liedern und dem Titel Babuchas De Seda Granate („Granatfarbene Seidenpantoffeln“).

Zusammen mit der Schlagzeugerin Carmen Knöll (alias Carmen Sintrenza) plante er, seine spanischen Lieder als Las Sintrenzas auch auf die Live-Bühne zu bringen. Die Tour war für 2025 geplant, musste aber aufgrund der Erkrankung von Knebel abgesagt werden.

Knebel war Vater zweier Kinder und lebte in Rodgau-Nieder-Roden, wo er am 24. Januar 2026 im Alter von 72 Jahren an einer Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung starb.

2006–2012: Um was geht’s hier eigentlich? (Kabarett, Premiere April 2006)

2006–2007: Gut - Böse - Beltz (Kabarett, mit Heinz Werner Kraehkamp und Heinrich Pachl)

ab 2013: Wörld of Drecksäck (Kabarett)

1980: Was mer hat des hat mer (Flatsch!) (Bieber Tonstudios)

1982: Flatsch! Zwo (Flatsch!) (Rockport Records, Offenbach)

1983: Net stumbe! (Flatsch!) (Rockport Records, Offenbach)

1985: Sei mal ’n bissi lieb (Flatsch!) (Rockport Records, Offenbach)

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