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Gerard Victory

Irischer Komponist

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Thomas Joseph Gerard Victory (* 24. Dezember 1921 in Dublin, Irland; † 14. März 1995 ebenda) war ein irischer Komponist.

Victory war der Sohn des Ladenbesitzers Thomas Victory und seiner Frau Delia (geb. Irwin). Nach der Schulzeit studierte er 1939–42 Französisch, Deutsch und Keltologie am University College Dublin und Musik am Trinity College Dublin, wo er noch 1972 den Doktortitel erwarb. Als Komponist war er weitgehend Autodidakt, er erhielt aber auch Unterricht bei John Larchet sowie während einer „Summer Music School“ in Dublin bei Alan Rawsthorne (1950) und in der Folge bei Walter Beckett. Zudem besuchte er die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt. Seine Musik weist ein breites Spektrum an Elementen von Funktionstonalität und irischer Volksmusik bis hin zu seriellen Techniken auf. Einflüsse von Igor Strawinsky lassen sich darin ebenso finden, wie Anklänge an seine Vorgänger und unmittelbaren Zeitgenossen unter den irischen, britischen und französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Gelegentlich gelangen die verschiedensten ästhetischen Mittel innerhalb eines Werkes zur Verschmelzung.

1948 wurde er Mitarbeiter der Irischen Rundfunkanstalt Raidió Teilifís Éireann (RTÉ), 1967–82 in der Funktion des Musikdirektors. Von 1981 bis 1983 fungierte Gerard Victory als Präsident des International Rostrum of Composers der UNESCO. Er war Mitglied der irischen Künstlervereinigung Aosdána, Fellow der Royal Irish Academy of Music und wurde mit dem französischen Ordre des Arts et des Lettres und dem deutschen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Seit 1948 war Victory mit Geraldine Herity verheiratet, mit der er fünf Kinder hatte: Alma, Fiona, Isolde, Raymond und Alan. Gerard Victory starb am 14. März 1995 im Alter von 73 Jahren in Dublin. Ein Teil seines musikalischen Nachlasses befindet sich in der Bibliothek des Trinity College Dublin.

Nita (Ungarischer Sommer), Operette. Libretto: Patrick Delahunty und Gerard Victory (1944)

Once Upon a Moon, Libretto: Barry Roach (1949)

An fear a phós balbhán („der Mann, der eine Stumme heiratete“; auch The Silent Wife; Die stumme Ehefrau), Libretto: Gerard Victory und Tomás Mac Anna nach François Rabelais (1952/53)

Iomrall Aithne (Mistaken Identity; Falsche Identität), Libretto: Gerard Victory (1956)

The Music hath Mischief. Libretto: Gerard Victory (1964/67)

Chatterton, Libretto: Gerard Victory nach Alfred de Vigny (1967–70)

Circe, Rundfunkoper. Libretto: Gerard Victory (1971/72)

Eloise and Abelard, Rundfunkoper. Libretto: Gerard Victory (1972)

The Magic Trumpet, Rundfunkoper. Libretto: Gerard Victory (1974)

An Evening for Three, Libretto: Gerard Victory und Lotte Ingrisch (1975)

The Rendezvous, Libretto: Gerard Victory nach Maurice Renard (1989)

The Tree of Life, Libretto: Gerard Victory (1991)

The Wooing of Éadaoin, Kinderoper. Libretto: Nuala Ní Dhomhnaill (1994)

Ultima Rerum, Requiem-Kantate (1975–81)

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