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Georges de Montenach

Schweizer Autor und Politiker

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Georges Jean Joseph de Montenach seit 1888 Baron Georges Jean Joseph de Montenach (* 27. Oktober 1862 in Freiburg; † 24. Mai 1925 ebenda) war ein Schweizer Autor und Politiker.

Georges de Montenach entstammte der Freiburger Patrizierfamilie von Montenach und war der Sohn des Ingenieurs Raymond de Montenach (* 13. Februar 1835 in Freiburg; † 2. Juli 1888 in Buenos Aires) und von dessen Ehefrau Clémence (* 1839 in Freiburg; † 1864), der Tochter von François Frédéric de Reynold de Cressier (1798–1871). Sein Cousin war der Schriftsteller Gonzague de Reynold.

Georges de Montenach war seit dem 23. Dezember 1891 mit Suzanne, der Tochter des Pariser Bankiers Léon-Paul Galichon, verheiratet; gemeinsam hatten sie mehrere Kinder, zu denen auch der spätere Diplomat Jean-Daniel de Montenach (* 4. September 1892 in Pully; † 3. Oktober 1958 in Freiburg) gehörte.

Georges de Montenach wurde in der Familiengruft in Givisiez beigesetzt.

Georges de Montenach besuchte das Kollegium St. Michael in Freiburg und darauf das Jesuitenkolleg in Feldkirch.

Nach dem Besuch der Freiburger Rechtsschule immatrikulierte sich de Montenach zu einem Geisteswissenschaftlichen Studium in Paris.

Aufgrund seines Vermögens war er nach seiner Rückkehr in die Schweiz in der Lage, sich der Sache des sozialen Katholizismus sowie der Kunst und Geschichte zu widmen.

Politisches und gesellschaftliches Wirken

Georges de Montenach vertrat die Konservativen von 1891 bis zu seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen 1909 und von 1911 bis zu seinem Tod im Freiburger Grossen Rat (1922 Vizepräsident) sowie als Nachfolger des zurückgetretenen Ernest de Weck war er vom 17. Juni 1915 bis zu seinem Tod im Ständerat. Dort war er in der Geschäftsprüfungskommission und seit 1920, als Nachfolger des verstorbenen Josef Düring (1860–1920), in der Finanzkommission. Sein Nachfolger im Ständerat wurde Bernard de Weck (1890–1950).

Als Mitglied der Gruppe um Georges Python war er ein Gegner der liberal-konservativen Partei. In Bern war er ein entschiedener Verfechter der Souveränität des Kantons. Von Kardinal Gaspard Mermillod angeregt, arbeitete er von 1884 bis 1891 in der Union catholique d’études internationales sociales et économiques, auch bekannt als Union de Fribourg, mit. Weil er davon überzeugt war, es sei notwendig, der katholischen Sozialbewegung eine institutionelle Grundlage zu schaffen, wirkte er als Mitgründer und Präsident mehrerer nationaler und internationaler Vereinigungen.

Ab 1886 arbeitete er an der Tageszeitung La Liberté mit. Aus seinen Schriften ist sein Interesse an der Geschichte und der Verteidigung des nationalen Erbes erkennbar, so veröffentlichte er unter anderem 1908 Pour le visage aimé de la Patrie!

1903 war er Vizepräsident des ersten Katholikentags.

Am 11. August 1913 hielt er anlässlich der Beisetzung des Malers Joseph Reichlen die Grabrede.

Im Juni 1919 war er Mitglied des von Frédéric de Rabours, William Martin und René Payot (1894–1970), Journalist beim Journal de Genève, gegründeten Komitees, das sich mit dem Anschluss des Vorarlberg an die Schweiz beschäftigen sollte (siehe Volksabstimmung 1919 in Vorarlberg). Weitere Mitglieder des Komitees waren unter anderen Brenno Bertoni, Henri Fazy, Marc Peter, Arthur Freymond, Gonzague de Reynold und Robert de Traz.

Er ersetzte 1920 im Ständerat Georges Python als Fraktionsvorstand, und nach seinem Tod folgte ihm Ernest Perrier.

1921 wurde auf seine Anregung hin die Internationale Bewegung katholischer Studierender (siehe Pax Romana (Vereinigung)) gegründet. Im selben Jahr ersetzte er den verstorbenen Auguste Pettavel (1845–1921) in der Stiftung Förderung der schweizerischen Volkswirtschaft, bis er 1925 aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.

Er war 1922 im Vorstand (1922 Vizepräsident) der Vereinigung Pro Campagna – Schweizerische Organisation für Landschaftspflege, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Aufträge an Künstler zu vergeben, die subventionierte Bauten ausschmücken sollten.

1923 gehörte er zur Schweizer Gruppe der Interparlamentarischen Union.

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