Georges Bonnefous (geboren am 30. November 1867 in Paris; gestorben am 27. Mai 1956 ebenda) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.
Georges Bonnefous war Jurist und arbeitete einige Zeit als Anwalt, bevor er als stellvertretender Kabinettschef des Kolonialministers André Lebon in die politische Verwaltung eintrat. Nebenbei war er auch für Zeitungen wie La République française und La Liberté tätig. Von 1900 bis 1906 gab er die Buchreihe L’Année politique heraus, für die er den Prix Audiffred der Académie des sciences morales et politiques erhielt.
1910 kandidierte er im Département Seine-et-Oise erfolgreich für die Abgeordnetenkammer, der er bis 1936 angehörte. Im Parlament war er Teil der Républicains progressistes, danach der Fédération républicaine und der Union républicaine et démocratique, allesamt konservative Fraktionen.
1914 gehörte Bonnefous zu den Politikern, auf deren Initiative die Militärmedaille Croix de guerre eingeführt wurde. Nach dem Krieg war er Mitglied der rechtsextremen Ligue des Patriotes.
1928 und 1929 war er in von Raymond Poincaré und Aristide Briand geführten Regierungen Minister für Handel und Industrie.
Sein Sohn Édouard Bonnefous war in der Vierten Republik ebenfalls Minister.
Georges, Edouard, Félix Bonnefous. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 1. September 2026 (französisch).
Bonnefous, Georges. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
Angaben zu Georges Bonnefous in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.