George Răzvan Buta (* 4. Mai 1993 in Brașov, Siebenbürgen) ist ein rumänischer Biathlet und vormaliger Skilangläufer. Er startet seit 2014 regelmäßig im Biathlon-Weltcup, nahm an zwei Olympischen Spielen teil und wurde 2021 im Supersprint Weltmeister im Sommerbiathlon.
George Buta stammt aus Brașov und startet für den Verein CSS Fundata. Ab 2010 bestritt er zunächst Skilanglaufrennen, zuerst Juniorenrennen, später auch Wettkämpfe im Balkancup und bei FIS-Rennen. Höhepunkt in der Sportart war die Teilnahme am Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2011 in Liberec, wo er bei seinen drei Einzelstarts die Ränge 54, 58 und 79 belegte. Zur Saison 2011/12 wechselte er zum Biathlonsport.
Sein internationales Debüt in der neuen Sportart gab Buta bei den Juniorenrennen der Europameisterschaften 2012 in Osrblie, wo ein 34. Platz im Einzel das beste Ergebnis war. Im Dezember des Jahres gab er in Ridnaun seinen Einstand im IBU-Cup, kurz darauf nahm er ohne nennenswerten Erfolg erstmals an Juniorenweltmeisterschaften teil. Erfolgreich schnitt der Rumäne bei den Junioreneuropameisterschaften 2013 in Bansko ab, indem er 17. des Einzels, Fünfter des Sprints, 16. der Verfolgung und Elfter mit der Mixedstaffel wurde. Zum Auftakt der Saison 2014/15 rückte Buta ohne weiteren vorherigen IBU-Cup-Einsatz in die rumänische Weltcupmannschaft auf. Seinen ersten Einsatz hatte er in Östersund in einem Mixedstaffelrennen, das er an der Seite von Réka Forika, Luminița Pișcoran und Cornel Puchianu auf dem 19. Platz beendete. Seine zunächst beste Einzelplatzierung erreichte er als 69. des Sprints in Ruhpolding, in Nové Město na Moravě bestritt er mit Éva Tófalvi das erste jemals im Weltcup ausgetragene Single-Mixed-Rennen und wurde 14. Im Rahmen der Europameisterschaften 2015 belegte Buta unter anderem den 26. Platz im Sprint, seine ersten Weltmeisterschaften endeten mit Rang 55 im Einzel als Höhepunkt. Nur knapp an einer Medaille vorbei lief er bei der Sommerbiathlon-WM desselben Jahres, als er im Verfolger den vierten Platz erzielte.
Zu Beginn des Winters 2015/16 gewann Buta als 33. des saisoneröffnenden Einzels in Östersund seine ersten Weltcuppunkte. In den nächsten Jahren zeigte er zwar immer wieder seine Qualität am Schießstand, konnte diese aber häufig nicht in der Loipe kompensieren und klassierte sich erst Ende 2017 unter den besten 40. Im Februar 2018 nahm der 24-Jährige erstmals an Olympischen Spielen teil und belegte in Pyeongchang Rang 37 im Einzel und Platz 14 mit Remus Faur, Gheorghe Pop und Cornel Puchianu im Staffelwettkampf. Im Rahmen der Weltmeisterschaften 2020 unterbot er mit einem 32. Rang – erneut über 20 Kilometer – erstmals sein bis dahin bestehendes Bestergebnis. Ein großer Erfolg gelang ihm bei den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2021, als er im Supersprint als einziger Athlet ohne Fehlschuss blieb und mit 11,7 Sekunden Vorsprung auf Jaroslaw Kostjukow den Titel gewann. Eine weitere Medaille verpasste er mit der Mixedstaffel bei der EM 2022 unglücklich, da beim Wechsel von Anastassija Tolmatschowa auf Jelena Tschirkowa der Körperkontakt in der Wechselzone nicht hergestellt wurde und die Staffel eine zweiminütige Zeitstrafe addiert bekam. Im Februar 2023 lief der Rumäne im IBU-Cup-Sprint von Obertilliach auf Rang sechs und nahm daraufhin an den Weltmeisterschaften in Oberhof teil, bei welchen er dreimal unter die Top-40 lief und dabei durchaus überraschend 23. im Einzel wurde. Gemeinsam mit Dmitri Schamajew, George Colțea und Raul Flore belegte er zudem im Staffelrennen den achten Rang, was mit Ausnahme eines sechsten Platzes bei der WM 1966 die höchste Platzierung der Geschichte darstellte.
Sein bis heute bestehendes Bestergebnis im Weltcup stellte Buta Anfang 2024 in Antholz über die zwanzig Kilometer auf, als er ohne Fehlschuss Position 22 belegte. In den beiden Folgesaisons ließ er regelmäßig Top-60-Platzierungen folgen, ohne aber die Punkteränge anzugreifen. Im Februar 2026 nahm er zum zweiten Mal an Olympischen Spielen teil, bei denen Rang 39 im Einzel das Bestresultat darstellte.
Butas jüngerer Bruder Florin ist ebenfalls als Biathlet aktiv.
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).
1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Staffel: inklusive Mixed- und Single-Mixed-Staffeln
Ergebnisse bei Biathlon-Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem:
Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:
Ergebnisse bei Weltmeisterschaften:
Ergebnisse bei Juniorenweltmeisterschaften:
George Buta in der Datenbank der Internationalen Biathlon-Union (englisch)
George Buta in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)