Georg von Hofmann (* 29. Oktober 1769 in Wien; † 5. Mai 1845 ebenda) war ein österreichischer Gelegenheitsdichter.
Hofmann war Sekretär am Wiener Theater am Kärntnertor und als Nachfolger von Georg Friedrich Treitschke dort Operndichter. Er übersetzte viele fremdsprachige Opernlibretti ins Deutsche. Er verfasste zwei Dichtungen, zu denen Franz Schubert 1820 die Musik komponierte: Die Zauberharfe (D 644) und Die Zwillingsbrüder (D 647). Hofmann soll auch die Textgrundlage für das angebliche Probewerk bereitgestellt haben, mit der sich Schubert 1826 Anton Schindler zufolge um eine Vizekapellmeisterstelle am Kärntnertortheater beworben haben soll, was am Gebaren der Primadonna Nanette Schechner gescheitert sei. Otto Erich Deutsch bezeichnet diese Begebenheit allerdings als unglaubwürdig.
Ludwig und Louise, oder: Der 9. Thermidor (Schauspiel) 1815
Das Jagdschloß (Lustspiel) 1819
Helene (Oper, Musik von Adalbert Gyrowetz) 1816
Das Rosenhütchen (Große Zauberoper, Musik von Carl Blum) 1819
Die Pagen des Herzogs von Vendôme (Oper, Musik von Carl Blum) 1820
Die Zwillingsbrüder (Posse, Musik von Franz Schubert) 1820
Die Zauberharfe (Zauberspiel mit Musik von Franz Schubert) 1820
Der Zauberspruch (Oper nach Carlo Gozzis Der Rabe, Musik von Johann Peter Pixis) 1822
Die Ochsenmenuette (Singspiel, Musik nach Joseph Haydn von Ignaz von Seyfried) 1823
Die Prise Tabak, oder: Die Vettern als Nebenbuhler (Singspiel) 1825
Der Haushofmeister (Singspiel) 1825
Sonderbare Laune, oder: Sie sind doch verheiratet (Singspiel) 1825
Die Räuber und der Sänger (Operette) 1830
Sylva, oder: Die Macht des Gesanges (Oper, Musik von Karl August Krebs) 1830
Der Taucher (Romantische Oper, Musik von Conradin Kreutzer) 1834
Olympia (Oper; Übersetzung; Libretto von Michel Dieulafoy und Charles Brifaut, Musik von Gaspare Spontini) 1825