Georg Max Trexler (* 9. Februar 1903 in Pirna; † 15. Dezember 1979 in Leipzig) war ein deutscher Kirchenmusiker, Musikpädagoge und Komponist.
Der Sohn des aus Bayern stammenden Tafelglasmachermeisters und Glasgroßhändlers Georg Peter Trexler (* 11. Oktober 1876; † 24. Juli 1929) und dessen Gattin Olga Maria, geborene Müller (* 14. März 1883; † 8. Juni 1942), wuchs, gemeinsam mit seinem Bruder Walter Richard, im vogtländischen Plauen auf, wo er die Handelsrealschule besuchte, an der er 1921 sein Abitur ablegte.
Seinen ersten Musikunterricht erhielt er bei Richard Nietzsche, dem damaligen Kantor an der katholischen Herz-Jesu Kirche. Bereits im Alter von 16 Jahren trat er als Dirigent von Der Freischütz und der Musik zu Goethes Trauerspiel Egmont in Erscheinung.
Trotz seiner musikalischen Interessen begann er auf Wunsch des Vaters zunächst eine Banklehre in Plauen und Dresden und wechselte 1924 an die Universität Leipzig, um Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft zu studieren.
Durch Begegnungen mit Wilhelm Furtwängler als Dirigent des Gewandhausorchesters und Karl Straube als Thomaskantor fühlte er sich zunehmend zur Musik hingezogen, woraufhin er von 1926 bis 1929 ein Studium der katholischen Kirchenmusik in den Fächern Tonsatz, Orgel- und Klavierspiel am 1921 gegründeten Kirchenmusikalischen Institut in Angriff nahm.
Besonderes Interesse zeigte er an den Klavierstücken Paul Hindemiths. Zu seinen Lehrern gehörten u. a. Richard Liesche im Fach Orgelspiel, Karl Hoyer im Fach Orgelimprovisation, Carl Adolf Martienssen im Fach Klavierspiel, Max Hochkofler im Fach Dirigieren/Partiturspiel und Fritz Reuter im Fach Tonsatz. Über Reuter wurde er mit der Kompositionstheorie Sigfrid Karg-Elerts und der Harmonielehre Arnold Schönbergs vertraut gemacht. Den größten Einfluss auf Trexler hatte jedoch Karl Straube.
Um sich sein Studium finanzieren zu können, war Trexler bereits ab 1926 als Kantor und Organist an der Liebfrauenkirche Leipzig-Lindenau tätig. Im selben Jahr wurde er Mitglied im Allgemeinen Cäcilien-Verband Deutschlands. Als Leiter des Lindenauer Kirchenchores begann er mit ersten Kompositionen. 1929 entstand seine Passion nach St. Johannis für vier Solostimmen, dreistimmigen gemischten Chor und Kammerorchester.
Am 9. Juli 1929 legte Trexler am Leipziger Konservatorium seine praktische und theoretische Prüfung ab.
Während seines Studiums hatte er die Studentin im Fach Violine Käte Persike (* 11. April 1905; † 17. Januar 1974 in Leipzig) kennengelernt. Beider Hochzeit fand am 10. Juli 1932 statt. Der Ehe entstammten die Kinder:
Ursula Maria (* 20. April 1933 in Leipzig)
Peter Anselm (* 19. September 1934 in Leipzig) und
Roswitha Christine (* 23. November 1936 in Leipzig),
die allesamt das musikalische Erbe ihrer Eltern weiterführten.
Prägend wurde für Trexler ein Studienaufenthalt im damaligen kirchenmusikalischen Zentrum Kloster Maria Laach. Hier vervollkommnete er sich auf den Gebieten der Liturgik, des Orgelspiels, der Improvisation und des Gregorianischen Chorals.
Nach seinem Studium wurde Trexler in Leipzig sesshaft, wo er zunächst weiter als Organist und Chorleiter an der Liebfrauenkirche in Lindenau wirkte. Ein künstlerischer Höhepunkt war hierbei die am 30. März 1930 erfolgte Liveübertragung von Pergolesis Stabat mater im Rundfunk.
Am 1. April 1930 trat er das Amt des Organisten, Kantors und Chorleiters des Propsteichores an der Propstei- und Stadtpfarrkirche St. Trinitatis in Leipzig an, das er 41 Jahre innehaben sollte. Innerhalb weniger Jahre hatte Trexler den Laienchor zu so hoher Perfektion geführt, dass seine Aufführungen weit über die Grenzen der Stadt hinaus Beachtung und Anerkennung fanden. 1931 widmete ihm Hermann Schroeder seine Motette Schönster Herr Jesu.
1935 erhielt er auf Vermittlung von Karl Straube einen Lehrauftrag für katholische Liturgie und Orgelspiel am Kirchenmusikalischen Institut des Landeskonservatoriums, der späteren Hochschule für Musik. Daneben war er von 1934 bis 1940 zweiter Dirigent des Leipziger Männerchores.
1940 wurde Trexler mit 37 Jahren zum Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg verpflichtet. Nach mehrmaliger Verwundung geriet er 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er nach vier Monaten in die Heimat entlassen wurde. Seine Familie traf er dort unversehrt wieder, aufgrund der kriegszerstörten Propsteikirche und der bevölkerungspolitischen Vorgänge der Kriegs- und Nachkriegszeit stand er beruflich jedoch vor einem totalen Neuanfang. Fortan wurde die Universitätskirche bis zu ihrer 1968 erfolgten Sprengung sein unmittelbarer Wirkungsort.