Georg Friedrich Krause (* 2. April 1768 in Prenzlau; † 22. November 1836 in Weimar) war preußischer Staatsrat und Oberforstmeister sowie forstwissenschaftlicher Autor.
In Prenzlau geboren wurde er 1794 Leutnant der Artillerie, 1800 Direktor der Forstplankammer und Oberforstrat in Berlin, 1802 Dozent an der dortigen Forstschule, 1809 Staatsrat und Oberforstmeister; 1817 ging er in Pension, um sich seinen Publikationen zu widmen.
Harald Winkel beschrieb ihn als „rationalistisch-liberalen preußischen Beamten“, der seine meisten Ansichten von Adam Smith entlehnt habe. Krause stand mit dem Kreis der Preußischen Reformer in regem Kontakt. Einige seiner Anregungen fanden zwischen 1801 und 1806 in einigen gelungenen Ablösungen von Forstservituten in Ostpreußen ihre Auswirkung.
Am 22. November 1836 verstarb er im Alter von 68 Jahren in Weimar, wo er ab 1833 ansässig gewesen war.
Compendium der niederen Forstwissenschaften, Berlin 1806
Anleitung zur Abschätzung und Berechnung des Geldwerts der Forstgrundstücke, Leipzig 1812
Kompendium der höhern Forstwissenschaften, Leipzig 1824
Anleitung zur Behandlung des Mittelwaldes, Leipzig 1829
Versuch eines Systems der National- und Staatsökonomie, Leipzig 1830
Über die Ablösung der Servituten und Gemeinheiten in den Forsten, Gotha 1833
Über die Forstgesetzgebung in Deutschland, Gotha 1834
Marie-Elisabeth Hilger: Krause, Georg Friedrich. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 12. Duncker & Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-00193-1, S. 698–699 (deutsche-biographie.de).
Albrecht Milnik: Georg Friedrich Krause. In ders. (Hrsg.) et al.: Im Dienst am Wald – Lebenswege und Leistungen brandenburgischer Forstleute. Brandenburgische Lebensbilder. Verlag Kessel, Remagen-Oberwinter 2006, ISBN 3-935638-79-5, S. 96–97