Das geheime Treffen Hitlers mit Industriellen am 20. Februar 1933 war eine Zusammenkunft Adolf Hitlers mit 26 führenden deutschen Industriellen in Hermann Görings Amtssitz im Reichstagspräsidentenpalais in Berlin. Das Treffen fand wenige Wochen nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler und anlässlich der bevorstehenden Reichstagswahl vom 5. März 1933 statt, der letzten Mehrparteienwahl im Deutschen Reich. Die Industrievertreter wurden mit der Forderung der NSDAP konfrontiert, für den laufenden Wahlkampf eine Spende in Höhe von drei Millionen Reichsmark für den Wahlfonds der NSDAP und der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot zu leisten, von denen etwa zwei Millionen nachweisbar als Zahlung eingegangen sind. 75 % der Summe gingen an die NSDAP. Wirtschaftspolitisch hielten die Industriellen auch nach der Veranstaltung noch am Liberalismus fest.
Am Treffen nahmen die folgenden Wirtschaftsvertreter teil:
Hjalmar Schacht, ehemaliger und zukünftiger Reichsbankpräsident
Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Vorsitzender des Präsidiums des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Albert Vögler, erster Vorstandsvorsitzender der Vereinigte Stahlwerke AG
Ernst Tengelmann, Vorstandsvorsitzender der Gelsenkirchener Bergwerks-AG
August Rosterg, Generaldirektor der Wintershall AG
Ernst Brandi, Vorsitzender des Bergbauvereins
Karl Büren, Generaldirektor der Braunkohlen- und Brikett-Industrie AG, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
Günther Heubel, Generaldirektor der C. Th. Heye Braunkohlenwerke AG, Vorstandsmitglied der „Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände“
Georg von Schnitzler, Vorstandsmitglied der I.G. Farben
Hugo Stinnes junior, Vorstandsmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie, Mitglied des Aufsichtsrats des Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats
Eduard Schulte, Generaldirektor Giesches Erben, Zink und Bergbaubetrieb, später Widerständler
Fritz von Opel, Vorstandsmitglied der Adam Opel AG
Ludwig von Winterfeld, Vorstandsmitglied der Siemens & Halske AG und Siemens-Schuckert-Werke AG
Wolf-Dietrich von Witzleben, Leiter des Büros von Carl Friedrich von Siemens
Wolfgang Reuter, Generaldirektor der Demag, Vorsitzender des Vereins Deutscher Maschinenbau-Anstalten, Präsidialmitglied des Reichsverbands der Deutschen Industrie
Günther Quandt, Großindustrieller, aufgrund seiner Unterstützung des Regimes späterer Wehrwirtschaftsführer.