An diesem Tag

Gary Cooper

US-amerikanischer Schauspieler (1901-1961)

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Gary Cooper (eigentlich Frank James Cooper; * 7. Mai 1901 in Helena, Montana; † 13. Mai 1961 in Beverly Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler. Als Darsteller geradliniger, schweigsamer Heldenfiguren gehörte Cooper von den 1930er-Jahren bis zu seinem Tod zu den populärsten Hollywoodstars. Er gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller für die Filme Sergeant York (1941) und Zwölf Uhr mittags (1952). In letzterem, einem der großen Westernklassiker, spielte er als Town Marshal Will Kane seine wohl bekannteste Rolle.

Gary Cooper wuchs zunächst in Montana auf, wo seine Familie zur Oberschicht gehörte. Seine Eltern stammten aus England. Die Mutter war die Schauspielerin Alice Cooper (1873–1967), der Vater Charles Henry Cooper (1865–1946) war ein Richter am Obersten Gerichtshof des US-Bundesstaates Montana, dem Montana Supreme Court, sowie Großfarmer. Um gesellschaftlichen Schliff und eine höhere Bildung zu erwerben, wurde der junge Gary zusammen mit seinem älteren Bruder Arthur nach England geschickt, wo sie 1910 bis 1913 die Dunstable Grammar School in Bedfordshire besuchten. Er behauptete, dass er in England wegen seiner amerikanischen Aussprache verprügelt wurde und in den USA wegen seines englischen Akzents. Nach Amerika zurückgekehrt, besuchte er die Gallatin Valley High School in Bozeman und wollte zunächst Maler oder Karikaturist werden, weshalb er zeitweise Kunstkurse an der Montana State University besuchte. Bei einem Autounfall im Alter von 15 Jahren brach er sich die Hüfte, was besonders im höheren Alter zu starken Beschwerden, aber auch zu seinem charakteristischen Gang führte. Man riet ihm zu reiten, um die Gesundung zu beschleunigen, was er auf der heimatlichen Ranch perfektionierte.

Cooper studierte Anfang der 1920er-Jahre Kunst am Grinnell College in Iowa. Während er als Maler einigen schulischen Erfolg hatte, wurde er bei der Theatergruppe der Universität abgelehnt. Während seines Studiums in den Sommermonaten von 1922 und 1923 arbeitete er als Touristenführer im Yellowstone-Nationalpark. Im Februar 1924 brach er sein Kunststudium plötzlich ohne Abschluss ab und kehrte nach Montana zurück, wo er die Ranch seiner Eltern führte und als Karikaturist einer Lokalzeitung arbeitete. Im Herbst 1924 zog Coopers Vater, der seine Arbeit am Obersten Gerichtshof beendet hatte, mit seiner Frau nach Los Angeles, wo er als Vermögensverwalter tätig war. Cooper folgte seinen Eltern, fand jedoch keinen lukrativen Job. Er begegnete schließlich einigen Filmstatisten, die ihm von der Filmindustrie in Hollywood erzählten.

Seinen ersten Film drehte Cooper im Jahr 1925 während der Stummfilmzeit. Er verdingte sich zunächst für fünf Dollar pro Tag als Komparse, darunter in Western mit Jack Holt und Tom Mix. Eine dieser ungenannten Rollen hatte er als römischer Soldat in Ben Hur. Doppelt soviel wie die Statistenarbeit – zehn Dollar pro Tag – verdiente Cooper für seine Arbeit als Stuntman in Abenteuerfilmen und Western, allerdings war diese Betätigung auch deutlich gefährlicher. Cooper bezeichnete die Arbeit als Stuntman später als „hart und grausam“. Schließlich belegte er Schauspielkurse, damit er den gefährlichen Job als Stuntman hinter sich lassen und zu den lukrativeren Schauspieler-Arbeiten gelangen konnte. Der Casting-Direktor Nan Collins, sein Agent, änderte den Namen seines Klienten von Frank Cooper zu Gary Cooper – denn andere, etabliertere Schauspieler arbeiteten bereits unter dem Namen Frank Cooper.

Collins’ und Coopers Bemühen zeigte erste Erfolge, sodass dieser erste substanziellere Rollen erhielt – unter anderem als Filmschurke in Tricks sowie im Kurzfilm Lightnin’ Wins. 1926 wurde der große, gutaussehende Jungschauspieler vom Produzenten Samuel Goldwyn unter Vertrag genommen und im selben Jahr für seinen Auftritt in The Winning of Barbara Worth erstmals namentlich im Abspann erwähnt. Cooper wurde sofort beliebt und wurde 1926 von Paramount Pictures unter Vertrag genommen, wo er unter anderem auch im oscarprämierten Fliegerfilm Flügel aus Stahl zu sehen war. Ende der 1920er-Jahre konnte sich Cooper als Star etablieren und war besonders in Western gefragt. Viele seiner Filme waren enorme Kassenschlager. Neben Fay Wray spielte er 1928 in The Legion of the Condemned und The First Kiss. Gegen Ende der Stummfilmzeit verdiente er fast 3000 US-Dollar in der Woche. Auch im Text des 1929 veröffentlichten Songs Puttin’ on the Ritz wird Cooper erwähnt.

Frühe Tonfilmzeit: Aufstieg zum Topstar in Hollywood

Ende der 1920er-Jahre kam der Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm. Viele Stummfilmschauspieler kamen mit dem Tonfilm nicht zurecht und büßten innerhalb kurzer Zeit ihre Popularität ein. Cooper dagegen wurde noch beliebter wegen seiner vergleichsweise minimalistischen, realistischen Darstellung, die nichts mit dem dramatisierenden, gestenreichen Spiel der Stummfilm-Mimen gemein hatte. Er setzte seine Art zu spielen vor allem in Western- und Abenteuerfilmen effektiv ein, in denen er schweigsame, einsame Helden spielte.

Zum Topstar in Hollywood wurde Cooper 1929 mit Der Mann aus Virginia von Victor Fleming. Der Western, zugleich Coopers erster Tonfilm, war seinerzeit ein großer Erfolg und beeinflusste das Westerngenre nachhaltig. Im folgenden Jahr setzte Paramount Pictures Cooper in vielen Western und Kriegsfilmen ein, darunter: Only the Brave mit Mary Brian, Das Verbrechen von Buenas Terras – erneut mit Fay Wray, sowie The Spoilers mit Kay Johnson. Sein heute bekanntester Film des Jahres 1930 ist Josef von Sternbergs Liebesdrama Marokko, wo Cooper neben Marlene Dietrich einen Fremdenlegionär in Marokko verkörperte. Für diesen Auftritt erhielt er – trotz Konflikten mit dem autoritären Regisseur Sternberg – einige der besten Kritiken seiner bisherigen Schauspielerlaufbahn. Zunehmend drehte er auch in anderen Genres, etwa die Romanzen I Take This Woman (1931) mit Carole Lombard und His Woman (1931) mit Claudette Colbert.

Auszeit und Rückkehr nach Hollywood

Nach zehn Hauptrollen in zwei Jahren litt Cooper unter schlechter Gesundheit und fühlte sich durch seine plötzliche Berühmtheit isoliert. Er nahm sich ab Mai 1931 eine Auszeit und lebte für ein Jahr in Algier und später in Italien. Er nahm sogar an einer zehnwöchigen Großwildjagd am Mount-Kenya-Massiv in Ostafrika teil. Er lebte während dieser Zeit bei der befreundeten Fürstin Dorothy di Frasso in der Villa Madama.

Im Jahr 1932 kehrte Cooper zu Paramount Pictures zurück, schloss allerdings einen neuen Vertrag, der nur zwei Filme pro Jahr – anstelle von fünf –, 4000 US-Dollar in der Woche und weitgehende Freiheit bei der Rollenauswahl vorsah. An seine alten Erfolge konnte er schnell mit dem Kriegsdrama In einem anderen Land (1932) anknüpfen, einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ernest Hemingway (es war die erste Verfilmung eines Hemingway-Stoffs überhaupt). In seiner vielleicht bis dahin ambitioniertesten Rolle verkörperte er einen US-Soldaten in Italien, der in den Wirren des Ersten Weltkriegs seine große Liebe (Helen Hayes) verliert. In einem anderen Land wurde sowohl bei Publikum als auch bei Kritikern zu einem der größten Filmerfolge des Jahres.

Seinen nächsten Film drehte Cooper für MGM an der Seite von Joan Crawford. Howard Hawks’ Drama Today We Live floppte jedoch an der Kinokasse. Auch seinem zweiten MGM-Film, Geheimagent 13, diesmal an der Seite von Marion Davies, war kein Erfolg beschieden. Ernst Lubitschs erotische Komödie Serenade zu dritt wurde 1933 hingegen zu einem der zehn erfolgreichsten Filme des Jahres. Auch 1934 konnte er wieder mit Treffpunkt: Paris! neben Kinderstar Shirley Temple einen Erfolg verbuchen.

1935 wurde Cooper vom Produzenten Samuel Goldwyn unter Vertrag genommen, worauf er im Drama Die Nacht der Liebe als alkoholkranker Schriftsteller eine seiner anspruchsvolleren Rollen hatte. Der Film, mit der angeblichen „neuen Garbo“ Anna Sten besetzt, war jedoch kein Erfolg.

Zufriedenstellender wurden seine anderen Filme des Jahres, Peter Ibbetson und Bengali – jeweils unter Henry Hathaways Regie. Bengali erhielt sechs Oscar-Nominierungen und zeigte Cooper als britischen Offizier, der sein Lager gegen indische Rebellen verteidigt.

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