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Garbiñe Muguruza

Spanische Tennisspielerin

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Garbiñe Muguruza Blanco (* 8. Oktober 1993 in Caracas, Venezuela) ist eine ehemalige spanische Tennisspielerin. Ihre größten Erfolge erzielte sie mit den beiden Grand-Slam-Titeln 2016 bei den French Open und 2017 in Wimbledon sowie dem Gewinn der WTA Championships 2021. Sie übernahm als 24. Spielerin im September 2017 die Führung der Weltrangliste.

Garbiñe Muguruza wurde in Venezuela geboren, von dort stammt ihre Mutter Scarlet Blanco. Sie besitzt damit auch die venezolanische Staatsbürgerschaft. Ihr Vater Jose Antonio stammt aus Eibar im Baskenland. Sie begann 1998 im Alter von fünf Jahren – anderen Angaben zufolge mit drei Jahren – mit dem Tennissport. 1999 siedelte ihre Familie nach Spanien über, wo sie bessere Bedingungen für die sportliche Entwicklung der Tochter sah. Muguruza fand Aufnahme in der Tennis-Akademie des früheren Weltklassespielers Sergi Bruguera in Barcelona, wo sie die folgenden Jahre ausgebildet wurde. Sie zählte die Schweizerin Martina Hingis und nach deren Rücktritt die US-Amerikanerin Serena Williams zu ihren Vorbildern.

Die Rechtshänderin Muguruza, die Sandplätze bevorzugt, spielt eine beidhändige Rückhand. Ihre Stärken sind gewaltige Grundschläge und ein variantenreiches Spiel.

2008 trat Muguruza in Barcelona erstmals auf der WTA-Tour an, nachdem sie von den Veranstaltern eine Wildcard für die Qualifikation erhalten hatte und schied in der ersten Runde aus. Im selben Jahr debütierte sie auch auf der ITF Women’s World Tennis Tour und gewann 2009 ihren ersten Profititel. 2011 siegte sie bei zwei weiteren Turnieren der $25.000-Kategorie in Cáceres und Benicarló und erreichte das Endspiel beim $50.000-Turnier in Mestre. 2012 erhielt Muguruza nach einem weiteren ITF-Erfolg bei einem Turnier der $25.000-Kategorie in Clearwater eine Wildcard für das Hauptfeld des Premier-Mandatory-Turniers in Miami, bei dem sie auf Anhieb ins Achtelfinale kam, nachdem sie in der zweiten Runde mit Wera Swonarjowa erstmals eine Spielerin aus den Top 10 der Weltrangliste geschlagen und sich in der darauffolgenden Partie gegen Flavia Pennetta durchgesetzt hatte. In der vierten Runde unterlag sie dann Agnieszka Radwańska. Auch in Madrid durfte sie anschließend mit einer Wildcard im Hauptfeld starten und scheiterte zum Auftakt an Li Na. Bei den French Open stand Muguruza daraufhin erstmals in der Qualifikation eines Grand-Slam-Turniers, schied jedoch in der Schlussrunde aus. In Bukarest konnte sie anschließend bei einem ITF-Turnier der $100.000-Kategorie ihren bis dahin größten Titel feiern und kletterte daraufhin im Ranking auf eine Position, die ihr die Teilnahme am Hauptfeld der US Open erlaubte, bei denen sie aber bereits in der ersten Runde gegen Sara Errani ausschied.

Aufstieg in die Weltspitze: 2013 und 2014

Anfang 2013 gelang Muguruza in Hobart an der Seite ihrer Landsfrau María Teresa Torró Flor der erste Triumph auf der WTA Tour. Bei den Australian Open erzielte sie im Anschluss gegen Magdaléna Rybáriková ihren ersten Sieg im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers, bevor sie in der zweiten Runde gegen Serena Williams ausschied. Ihre besten Einzelergebnisse erreichte Muguruza auch in jener Saison auf amerikanischem Hartplatz, auf dem sie bei den Premier-Mandatory-Turnieren in Indian Wells und Miami, wo sie in der zweiten Runde gegen Caroline Wozniacki ihren zweiten Topsieg verbuchen konnte, jeweils ins Achtelfinale kam. Auf Rasen rückte sie in ’s-Hertogenbosch erstmals ins Halbfinale eines WTA-Turniers vor, doch musste Muguruza die Saison nach dem Erreichen der zweiten Runde in Wimbledon aufgrund eines operativen Eingriffs am rechten Knöchel frühzeitig beenden. Trotzdem schloss sie das Jahr zum ersten Mal unter den besten 100 der Weltrangliste ab.

Zum Auftakt der Saison 2014 konnte Muguruza in Hobart aus der Qualifikation kommend nach einem Finalerfolg über Klára Zakopalová ihren ersten WTA-Titel im Einzel landen. In Melbourne stieß sie im Anschluss nach einem weiteren Sieg über Caroline Wozniacki ins Achtelfinale vor, in dem sie abermals Agnieszka Radwańska unterlag. Bei ihrem zweiten Einzelfinale auf der WTA Tour in Florianópolis verlor sie diesmal gegen Klára Zakopalová in drei Sätzen, konnte aber in Marrakesch zusammen mit Romina Oprandi ihren zweiten Doppeltitel erringen. Internationale Aufmerksamkeit erregte Muguruza schließlich bei den French Open 2014, als sie in der zweiten Runde die Weltranglistenführende Serena Williams deutlich in zwei Sätzen besiegte und bis ins Viertelfinale stürmte, in dem sie erst von der späteren Siegerin Marija Scharapowa gestoppt wurde. Im Doppelwettbewerb kam sie gemeinsam mit Carla Suárez Navarro sogar ins Halbfinale, in dem sie von den beiden Topgesetzten Hsieh Su-wei und Peng Shuai in drei Sätzen geschlagen wurden. Zuvor stand sie mit ihrer Landsfrau zusammen bereits im Endspiel von Madrid, das sie gegen Sara Errani und Roberta Vinci verloren. In Stanford siegten sie dann erstmals zusammen bei einem Turnier der Premier-Kategorie. Gegen Saisonende stand sie in Tokio noch einmal im Halbfinale und erzielte in Wuhan die dritte Runde, konnte aber zu ihrer Partie gegen Elina Switolina nicht antreten. Durch ihre gestiegenen Leistungen qualifizierte sich Muguruza erstmals für das Tournament of Champions in Sofia, wo sie nach drei Siegen in der Vorrunde über Jekaterina Makarowa, Flavia Pennetta und Alizé Cornet ins Halbfinale kam, das sie aber gegen Andrea Petković verlor. Im Doppel startete sie mit Suárez Navarro sogar bei den WTA Championships in Singapur. Dort scheiterten sie im Wettbewerb der besten acht Damendoppel jedoch bereits im Viertelfinale erneut an Hsieh Su-wei und Peng Shuai. Sowohl im Einzel als auch im Doppel konnte Muguruza das Jahr dennoch in den besten 20 im Ranking abschließen.

Erfolge als Top-10-Spielerin: 2015 bis 2017

2015 gelang Muguruza dann der internationale Durchbruch. Nachdem sie schon zum Saisonauftakt in Melbourne das Achtelfinale erreicht hatte, stieß sie in Dubai erstmals ins Halbfinale vor, das sie gegen Karolína Plíšková verlor. Bei den French Open erzielte sie wie im Vorjahr das Viertelfinale, in dem sie sich Lucie Šafářová geschlagen geben musste. Ihr bestes Saisonergebnis gelang Muguruza dann in Wimbledon mit dem Einzug in ihr erstes Grand-Slam-Finale nach einem Dreisatzsieg über Agnieszka Radwańska. Dort unterlag sie zwar Serena Williams, zog aber dennoch in der Folgewoche erstmals in die Top 10 der Weltrangliste ein. Mit Carla Suárez Navarro gemeinsam triumphierte sie in Birmingham erstmals auf Rasen sowie danach in Tokio auf Hartplatz, nachdem sie sich im Endspiel ihres Heimturniers in Madrid erneut im Endspiel hatten geschlagen geben müssen. Zum Jahresausklang lief Muguruza dann wieder zu Bestform auf, als sie in Wuhan zunächst das Finale erreichte, in dem sie gegen Venus Williams noch verletzungsbedingt aufgeben musste, ehe sie in Peking nach einem Sieg im Finale gegen Timea Bacsinszky ihren bis dahin größten Titel auf der WTA Tour verbuchen konnte. Im Einzel konnte sie sich dadurch erstmals für die WTA Championships qualifizieren, wo sie nach drei Vorrundenerfolgen über Lucie Šafářová, Angelique Kerber und Petra Kvitová auf Anhieb ins Halbfinale kam, in dem sie gegen Agnieszka Radwańska ausschied. Im Doppel gelang ihr wie schon 2014 mit Carla Suárez Navarro die Qualifikation für das Turnier der besten acht Teams der Saison. Durch zwei Vorrundensiege gegen Chan Yung-jan und Chan Hao-ching sowie Caroline Garcia und Katarina Srebotnik, zogen sie erstmals ins Halbfinale ein, das sie gegen Andrea Hlaváčková und Lucie Hradecká gewannen, bevor sie im Endspiel von den Weltranglistenführenden Martina Hingis und Sania Mirza geschlagen wurden. Ihre Ambitionen im Doppel ließ Muguruza daraufhin ruhen und fokussierte sich fortan mehr auf ihre Einzelkarriere.

Nach einem wechselhaften Start in die Saison 2016, konnte Muguruza erst auf Sandplatz wieder an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen. So gelang ihr in Rom der erstmalige Sprung ins Halbfinale, in dem sie gegen Madison Keys verlor, bevor sie bei den French Open nach einem Zweisatzsieg im Finale gegen Serena Williams ihren ersten Grand-Slam-Titel erringen konnte. Im gesamten Turnierverlauf gab sie dabei nur einen Satz in ihrer Auftaktpartie ab. Anschließend tat sich Muguruza schwer, die gezeigten Leistungen zu wiederholen. Nach einem frühen Ausscheiden in der zweiten Runde von Wimbledon, erreichte sie bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro im Einzel an Nummer drei gesetzt durch Siege über Andreea Mitu und Nao Hibino die dritte Runde, in der sie der späteren Goldmedaillengewinnerin Mónica Puig unterlag. Im Doppel ging sie mit Carla Suárez Navarro zusammen an den Start. An Position vier gesetzt, scheiterten die beiden jedoch im Viertelfinale an Jekaterina Makarowa und Jelena Wesnina. Bis zum Jahresabschluss erzielte sie nur noch ein weiteres Halbfinale in Cincinnati, in dem sie Karolína Plíšková unterlag. Als Weltranglistensiebte qualifizierte sie sich das zweite Jahr in Folge für die WTA Championships, doch schied sie nach nur einem Sieg über Swetlana Kusnezowa sowie zwei Niederlagen gegen Plíšková und Agnieszka Radwańska diesmal in der Vorrunde aus.

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