Gabino Victorio Segundo Rey de Santiago (* 8. Januar 1928 in Marín, Provinz Pontevedra; † 30. April 2006 in Barcelona) war ein spanischer Blumen-, Landschafts- und Porträtmaler.
Rey war ein Sohn des Bürgermeisters Agustín Rey Fonseca (1893–1968) und zog 1939 während des spanischen Bürgerkrieges (1936–1939) mit seiner Familie nach Barcelona ins Exil. 1940 trat er als Schüler in die Werkstatt des spanischen Malers Ramon Rogent ein und lernte dort Joan Ponç kennen. 1943 gewann er den Ersten Preis im Jugendsalon der Galerie Dalmau in Barcelona und nahm 1945 dort am zweiten Jugendsalon und an einer Gruppenausstellung in der Galerie Reig und einer Ausstellung in der Galerie Syra in Barcelona teil. Im selben Jahr erhielt er ein Stipendium des Institut Français de Barcelona, konnte jedoch die Reise nach Paris aufgrund seines beginnenden Militärdienstes nicht antreten. 1946 wurde er bei der Exposición Internacional Unión Arte Bilbao ausgezeichnet. Zur Erholung von einer Tuberkuloseerkrankung hielt er sich in Alpens auf, wo er einige Werke für das Kapuzinerkloster anfertigte. 1948 freundete er sich mit Mitgliedern der Künstlergruppe Dau al Set an. Danach zog er sich für mehrere Jahre aus der Kunstszene zurück.
1957 kam er mit einem neuen, realistischen Stil zurück und begann eng mit der Galerie Sala Parés zusammenzuarbeiten, wo er in zweijährigen Rhythmus in Einzelausstellungen vertreten war. Zudem nahm er an den jährlichen Gruppenausstellungen der Galerie teil.
Seine Werke weisen zumeist intensive Farben und Lichteffekte auf, mit denen er die Realität seiner Landschaften, Interieurs und Figuren gestaltet. Rey nahm an Gruppenausstellungen der Sala Vayreda (1961, 1964 und 1965) in Barcelona teil und war mit dem Fotografen Otto Lloyd und dem Maler Miquel Villá befreundet. 1966 unternahm er eine Reise nach Paris, um das Werk Paul Cézannes zu studieren. Es folgten Studienreisen nach London, nochmals Paris und schließlich nach Amsterdam.
Rey war mit María Teresa (geborene Sendón) verheiratet, mit der er sieben Kinder hatte, darunter den Maler Pablo Gabino Rey Sendón.
um 1943 und 1987: Autorretrato (Selbstporträt)
1943: Retrato de mi hermano (Porträt seines Bruders)
1966: Retrato de Nuria Barceló de Vallet
Reys Werke leben vor allem von der Lichtgestaltung, das brachte ihn den Beinamen spanisch maestro del aire y de la luz ‚Meister der Luft und des Lichts‘ ein.
Gabino Rey Santiago (spanisch, 1928–2006) artnet.de