Günter Krings (* 7. August 1969 in Rheydt, heute Stadtteil von Mönchengladbach) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Jurist.
Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Von Dezember 2013 bis zum Dezember 2021 war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern. Seit dem 23. Januar 2017 ist er zudem Vorsitzender der CDU-Landesgruppe NRW im Deutschen Bundestag.
Seit dem 13. Mai 2025 ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender für die Themen Recht, Verbraucherschutz, Innen, Vertriebene, Aussiedler, deutsche Minderheiten und Petitionen.
Beruflicher Werdegang / Privatleben
Nach dem Abitur 1989 am Hugo-Junkers-Gymnasium in Mönchengladbach-Rheydt absolvierte Krings als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität zu Köln, welches er 1994 mit dem ersten juristischen Staatsexamen abschloss. Anschließend studierte er als Fulbright-Stipendiat US-amerikanisches und internationales Recht an der Temple University in Philadelphia und erwarb hier 1995 den Grad eines Master of Laws (LL.M.).
Nach dem juristischen Referendariat legte Krings 1997 die zweite Staatsprüfung ab und war anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Staatsrecht an der Universität zu Köln tätig. Dort wurde er 2002 zum Dr. jur. promoviert. Krings ist seit 1998 als Rechtsanwalt zugelassen und lehrt seit 2004 als Lehrbeauftragter und seit 2010 als Honorarprofessor an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Er ist Mitglied der Forschungsstelle Nachrichtendienste an der Universität zu Köln.
Krings war als ein möglicher Nachfolger für Ferdinand Kirchhof als Richter des Bundesverfassungsgerichts im Gespräch, scheiterte jedoch am Widerstand der Grünen. Für die Nachfolge des Bundesverfassungsrichters Peter Müller war Krings im August 2023 erneut im Gespräch.
Nach eigenen Angaben wohnt er bis heute (2024) in seinem Elternhaus in Herrath (einem Teil der früheren Gemeinde Wickrath, heute zu Mönchengladbach gehörend).
Krings trat 1983 in die Junge Union (JU) und 1985 in die CDU ein. In der JU engagierte er sich von 1989 bis 1994 als Vorsitzender der Jungen Union Wickrath des JU-Bezirksverbandes Niederrhein. Von 2005 bis 2010 war Krings zudem stellvertretender Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU in Nordrhein-Westfalen. Er war von 1998 bis 2014 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Niederrhein. Seit 2014 ist er dessen Vorsitzender. Von 2011 bis 2019 war er stellvertretender Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU NRW. 2002 wurde er stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Mönchengladbach. Von 2010 bis 2021 war er Vorsitzender des Kreisverbandes. Seit 2005 ist Krings zudem Mitglied im Landesvorstand der CDU Nordrhein-Westfalen.
Günter Krings ist seit den Bundestagswahlen 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages und zog stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Mönchengladbach ein. Im Bundestag war er zunächst Mitglied im Rechtsausschuss und im Ausschuss für Kultur und Medien. Dort übernahm er unter anderem die Berichterstattung für das Urheberrecht.
Von 2002 bis 2005 war Krings Vorsitzender der Jungen Gruppe in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und hat sich hier für das Thema Generationengerechtigkeit eingesetzt. Von 2005 bis 2009 setzte er dieses Engagement als Vorsitzender des Parlamentarischen Beirates für nachhaltige Entwicklung (PBNE) fort. In diesen Funktionen gehörte er dem Fraktionsvorstand an.
Er vertrat von 2007 bis 2017 die CDU/CSU-Abgeordneten der Europa-Union Deutschland in der Bundestags-Parlamentariergruppe. Er war bis 2017 außerdem stellvertretender Vorsitzender der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe.
2008 wurde Günter Krings zum Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt und koordiniert seither für seine Fraktion die Richterwahlen zu den obersten Bundesgerichten. Nach der Wahl 2009 wurde er mit 96 % zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt. Dabei umfasst sein Tätigkeitsfeld hauptsächlich die Bereiche der Rechts- und Innenpolitik. Außerdem zählen die Bereiche Sport und Ehrenamt, Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler sowie Nachhaltigkeit zu seinem Ressort.
Seit 2009 ist Krings auch Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Christlich-Demokratischer Juristen (BACDJ), der Juristenvereinigung der CDU Deutschlands. Er ist in dieser Eigenschaft beratendes Mitglied des CDU-Bundesvorstands.
Im Bundestag, der die Hälfte der Richter des Bundesverfassungsgerichts bestimmt, war Krings bis 2013 eines von 12 Mitgliedern des Wahlausschusses. Krings war vom 17. Dezember 2013 bis zum 8. Dezember 2021 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern.
Seit dem 23. Januar 2017 ist er Vorsitzender der CDU-Landesgruppe NRW im Deutschen Bundestag.
Vom 1. November 2017 bis 10. April 2018 war Krings Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten.
Von Dezember 2021 bis Mai 2025 war er rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Seit 2025 ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender und für die Themen Innen- und Rechtspolitik zuständig.