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Götz Mayer

Deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr

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Götz Mayer (* 10. November 1925 in Bochum) war ein deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr.

Mayer, Sohn eines Stadtbaumeisters, späteren Oberbaurats und Diplom-Ingenieurs, absolvierte vom Mai bis August 1943 den Reichsarbeitsdienst. Am 4. Oktober 1943 trat er als Offizieranwärter der Marineartillerie bei der 11. Schiffsstammabteilung der Ostsee in Stralsund in die Kriegsmarine der Wehrmacht ein. Von April 1944 bis Januar 1945 diente er bei der Marine-Flak-Abteilung 241 in Dobersdorf-Lilienthal und wurde am 30. April 1945 Fähnrich mit Portepee und Marineartilleriehauptprüfung. Von Mai bis August 1945 war er in Internierung des Vereinigten Königreichs und dabei im Bataillon Arfsten, bei der Polizeitruppe Husum und als Zugführer im Grenadier-Regiment 658 eingesetzt.

Von September bis Oktober 1945 war Mayer Hilfsarbeiter bei der Eisenbeton- und Tiefbau-Firma Schwarz & Egin in Bochum, von Oktober 1945 bis Januar 1946 Baupraktikant bei Hochtief in Bochum und absolvierte von Januar bis September 1946 einen Sonderlehrgang zur Erlangung des Abiturs. Danach war er von Dezember 1946 bis April 1947 Anlern-Hauer in der Zeche Prinz Regent in Bochum. Von April 1947 bis Februar 1954 studierte er Ingenieurwissenschaften an der Technischen Hochschule (TH) Karlsruhe und arbeitete nebenbei im Bergbau unter Tage und als Erntehelfer. Am 10. Februar 1952 wurde er Diplom-Ingenieur (TH). Danach war er von August 1954 bis Juni 1955 Bauführer bei der im Sozialen Wohnungsbau tätigen Rheinisch-Westfälischen Wohnstätten AG in Gelsenkirchen und von Juli 1955 bis April 1959 Bauleiter für konstruktiven Ingenieurbau und Kalkulation bei Hochtief im nördlichen Ruhrgebiet.

Am 16. April 1959 trat Mayer als Hauptmann in die Bundeswehr ein und war bis Januar 1960 Pionieroffizier im schweren Pionierbataillon 719 (Territoriale Verteidigung) in Köln-Longerich. Danach war er bis September 1963 Referent im Referat III 4 (Militärische Infrastruktur) im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium für Verteidigung in Bonn.

Von Oktober 1963 bis September 1965 absolvierte Mayer den 6. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Anschließend wurde er Generalstabsoffizier in der Operationsabteilung im Hauptquartier Allied Land Forces Central Europe der NATO in Fontainebleau in Frankreich und später im Hauptquartier Allied Forces Central Europe der NATO in Brunssum in den Niederlanden, bis er im April 1968 als Lehrstabsoffizier für Führung und Technik an die Führungsakademie der Bundeswehr nach Hamburg zurückkehrte. Von Oktober 1970 bis Oktober 1971 war er stellvertretender Regimentskommandeur des Pionierlehrregiments in München und ab Oktober 1971 zunächst Referent, dann Referatsleiter in der Stabsabteilung VII (Rüstung) des Führungsstabes des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wo er 1972 zum Oberst befördert wurde.

Ab Oktober 1975 war Mayer Stabsabteilungsleiter VII (Rüstung) des Führungsstabes des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und wurde im Oktober 1977 zum Brigadegeneral ernannt. Ab April 1980 war er stellvertretender Divisionskommandeur und Kommandeur Divisionstruppen der 5. Panzerdivision in Diez. Am 5. Dezember 1980 wurde er Divisionskommandeur jener Division und am 21. Januar 1981 zum Generalmajor ernannt. In seiner letzten Verwendung war er ab Oktober 1982 Deutsche Beauftragter beim Oberbefehlshaber der französischen Streitkräfte in Deutschland in Baden-Baden. Mit Ablauf des März 1986 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Mayer war verheiratet und hatte drei Söhne.

Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern II. Klasse

1984: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen

Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1999 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 3, Laegeler – Quiel. Biblio-Verlag, Bissendorf 2005, ISBN 978-3-7648-2382-5, S. 201–203.

Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 333.

Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 95.

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