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Fritz Stüber-Gunther

Österreichischer Schriftsteller

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Fritz Stüber-Gunther (* 22. März 1872 in Gaudenzdorf, Wien; † 15. September 1922 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller.

Fritz Stüber-Gunther entstammte einer Beamtenfamilie. Nach dem Besuch des St. Thekla-Gymnasiums in Wien IV, wo er Mitglied der Mittelschülerverbindung Gothia geworden war, studierte er Rechtswissenschaften in Wien, wo er von 1891 bis 1901 der Burschenschaft Teutonia angehörte. Er trat in den öffentlichen Dienst ein und wurde Finanzbeamter, zuletzt Rechnungshofdirektor. Seine humorvollen Kurzgeschichten erschienen zunächst in den Feuilletons des Neuen Wiener Tagblatts und der Volkszeitung, waren sehr erfolgreich und wurden dann auch in Buchform veröffentlicht.

Fritz Stüber-Gunther ist der Vater des österreichischen Juristen, Journalisten, Autors und Politikers Fritz Stüber.

Fritz Stüber-Gunther starb am 15. September 1922 in seiner Wohnung in der Wallgasse 28 im 6. Wiener Bezirk an einem Schlaganfall.

Fritz Stüber-Gunther gilt als Meister der Wiener Skizze, in der er mit Ironie und Sarkasmus das Leben in und um Wien schilderte. Daneben schrieb er auch Gedichte und Romane, wie etwa Rappelkopf (über den Schriftsteller Ferdinand Raimund).

1922: Nachdem er zunächst auf dem Meidlinger Friedhof begraben wurde, erhielt er am 22. November 1922 von der Stadt Wien ein Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 95).

1924: Am 22. Juni wurde an seinem Geburtshaus in der Arndtstraße 82 eine Gedenktafel enthüllt.

1926: Mit Beschluss des Gemeinderatsausschusses vom 30. September 1925 wurde eine Gasse im zwölften Wiener Gemeindebezirk (Meidling) nach ihm benannt (Stüber-Gunther-Gasse).

1926: Sein Porträtmedaillon befindet sich auf dem Meidlinger Künstler-Gedenkstein von Fritz Hänlein aus dem Jahre 1926 im Theresienbadpark.

Georg Derfflinger – ein Gedenkblatt zu seinem 200. Todestag (4. Februar 1895). Verlag des Verbandes „Baldur“ des Bundes der Germanen, Wien 1895.

Auf dem Küniglberg. Kleinigkeiten aus der Großstadt. Österreichische Verlagsanstalt, Linz/Wien (u.a) 1901.

–, Otto Petting Die gute alte Zeit. Wiener Posse mit Gesang in drei Aufzügen von Fritz Stüber und Otto Petting. - Musik von Paul Mestrozi. Oesterreichischer Theater-Verlag, Wien 1902.

Wiener auf Reisen und daheim. Skizzen und Erzählungen. Österreichische Verlagsanstalt, Linz 1903.

Das Durchhaus. Wiener Skizzen. Mohr, Wien 1905.

Bucklige Welt. Kleine Sachen zum Weinen und Lachen. Mohr, Wien 1906.

C.i. Roman. Bonz, Stuttgart 1907.

Das neue G’wand. Wiener Skizzen und Geschichten. Mohr, Wien 1907.

Ausg’steckt. Skizzen aus Wien und Umgebung. Mohr, Wien 1908.

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