Friedrich Karl Albert Lorenz Hennig Hubertus von Eggeling (* 20. August 1924 in Gießmannsdorf; † 13. März 2022 in Behringersdorf bei Nürnberg) war ein deutscher Oberforstrat, Ausbilder, Naturschützer, Geschäftsführer, Organisator, Fachbuchautor und Schriftsteller.
Seine frühen bürgerlichen Vorfahren waren über mehrere Generationen Landwirte und Amtsräte in Emersleben bei Halberstadt, nachfolgend Domänenpächter zu Gatersleben, lebten spätestens seit 1840 in Horschau in der Oberlausitz. Der Großvater Carl Wilhelm Ernst (von) Eggeling wurde 1872 zu Berlin nobilitiert, in den preußischen Adel. Die Eltern waren der Rittmeister und Johanniter Karl Albert Leo Oskar von Eggeling und der Gutserbin zu Ober,- Mittel- und Nieder-Gießmannsdorf Hildegard geborene von Loebenstein, Tochter des Kammerherrn Friedrich von Loebenstein-Lohsa und der Marie geborene von Loebenstein, aus einer Nebenlinie. Der Vater fand 1912 sogar eine faktische Index-Aufnahme im Jahrbuch der Millionäre und bewirtschaftete das ererbte 371-ha-Gut in Horscha im Kreis Rothenburg. O. L., bis zu den Enteignungen in den Folgen von Krieg, Kriegsende und Nachkrieg.
Nachdem Eggeling sein Abitur 1942 in Löwenberg, Schlesien, bestanden hatte, diente er während des Zweiten Weltkriegs von 1942 bis 1945 in einer Panzertruppe im Heer der Wehrmacht. Im Jahr 1946 begann er sein Forststudium in Freiburg im Breisgau und wechselte 1948 an die Hochschule in Hannoversch Münden, wo er auch Vorlesungen bei Arnold Freiherr von Vietinghoff-Riesch besuchte, der als einer seiner Lehrer gesehen werden kann. Nach seinem Abschluss als Diplom-Forstwirt 1950 folgte die Referendarszeit in Schweden und in verschiedenen Forstämtern in Deutschland, die 1953 mit der Großen Forstlichen Staatsprüfung als Assessor des Forstdienstes endete.
Von 1953 bis 1962 arbeitete Friedrich Karl von Eggeling in der Forstplanungsabteilung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und ging dann für ein Jahr als stellvertretender Forstamtsleiter des Fürstlich Bismarckschen Forsts Sachsenwald nach Friedrichsruh. Seine fachlichen und organisatorischen Fähigkeiten brachte er von 1964 bis 1971 als Geschäftsführer des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV) in Bonn ein, für den er 1971 den deutschen Pavillon bei der internationalen Jagdausstellung in Budapest gestaltete und den er als Titularmitglied des Conseil International de la Chasse et de la Conservation du Gibier (CIC) als Generalsekretär des Ausschusses für Zugvögel vertrat. Im Jahr 1971 wurde unter seinem Einfluss das deutsche Jagdgesetz neu formuliert und vom Bundestag verabschiedet. Seit 1972 übernahm er die Leitung des Forstamts des Gräflich Faber-Castellschen Forstes in Stein bei Nürnberg.
In seiner längsten Tätigkeit war Eggeling 1974–1990 Akademischer Mitarbeiter im Leitungsdienst des Staatlich Bayerischen Forstamtes Nürnberg. Dort war er zuständig für die Ausbildung der bayerischen Berufsjäger, Sonderbeauftragter des Landtages zur Verbesserung der Lebensbedingungen des Schalenwildes, Vorsitzender des Ausschusses „Wildtier und Umwelt“, Koordinator der Internationalen Ausstellung „Wildtier und Umwelt“ im Jahre 1986 in Nürnberg. Danach wurde er Geschäftsführer der Wildland GmbH im Bayerischen Jagdverband, wo er bis 1992 damit beschäftigt war, wertvolle Biotope anzukaufen und Pflegekonzepte zu entwickeln.
Im Jahr 1996 erfolgte der Rückerwerb des Waldteiles (rund 400 ha) seines Familienbesitzes in Horscha (heute Landkreis Görlitz). Von 1996 bis 2009 war er Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft „Niederschlesische Heide e.V.“
Bekannt wurde er auch als Autor von belletristischer Jagdliteratur, mehrerer hundert Kurzgeschichten, Essays, Erlebnisberichten und Beiträgen zum Wildlife-Management, als Mitverfasser und sachverständiger Bearbeiter von Fachbüchern. Ab 2003 war er ständiger Mitarbeiter in der Redaktion sowie als Kolumnist der Zeitschriften Jäger und Deutsche Jagd-Zeitung sowie Aufsichtsratsmitglied im Verlag Neumann-Neudamm AG in Melsungen.
Friedrich Karl von Eggeling war verheiratet mit der aus Schlesien stammenden Maria Juliane Foerster, geboren 1929 in Grünberg. Sie war die Tochter des Gutsbesitzers Curt Foerster-Kontopp und der Barbara geborene Freiin von Wolff-Laitzen, adoptierte Baronesse von Viettinghoff. Maria Juliane war in erster Ehe kurz mit dem Künstler Egon von Vietinghoff verheiratet, geschieden 1952, aus dieser Beziehung ist der Sohn Alexander Georg Egon von Vietinghoff, in Zürich geboren 1948. Die Hochzeit von Maria Juliane, teils Maritta genannt, und Friedrich Karl von Eggeling fand 1955 standesamtlich in Zierenberg statt, kirchlich auf Schloss Berlepsch. Sie hatten zwei Söhne, Ferdinand und Constantin. Eggeling war seit 2014 verwitwet.
Sein jüngerer Bruder Joachim Albrecht von Eggeling fiel im Februar 1945 als Fahnenjunker-Unteroffizier in Sinz bei Trier. Eggelings Halbtante Leontine war mit dem späteren Generalleutnant Ernst von Uechtritz und Steinkirch verheiratet.
Schottland – nicht nur der Hirsche wegen. Neumann-Verlag Neudamm 1995.
Von starken Keilern, treuen Hunden und pfeilschnellem Federwild. Paul Parey Verlag Hamburg/Berlin 1974, 1978.
Wie es Diana gefällt. Paul Parey Verlag Hamburg/Berlin 1978, F.C. Mayer Verlag 1991.
Vom Jagen in Deutschland. Paul Parey Verlag Hamburg/Berlin 1988.
Der Jäger als Land- und Forstwirt. Paul Parey Verlag, Hamburg/Berlin 1991.
Wir jagen mit Vergnügen. Neumann-Verlag, Neudamm, 1997.
Die Jagd ist alle Tage neu. Neumann-Verlag Neudamm 2006.
Glückliche Stunden. Neumann-Verlag, Neudamm 2007.
Horscha – Jagdliche Heimkehr. Österr. Jagd-, Fischerei Verlag 2013.