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Friedrich Gottlieb Zoller

Deutscher Rechtswissenschaftler

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Friedrich Gottlieb Zoller (* 3. Dezember 1717 in Leipzig; † 22. Mai 1782 ebenda) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Sein Vater war der königlich-polnische und kurfürstlich-sächsische Hofrat sowie Leipziger Ratsherr Johann Friedrich Zoller. Seine Mutter war dessen Frau Dorothea Sophia, geb. Kellner. Nach anfänglichem Privatunterricht besuchte er die Nikolaischule in Leipzig, wechselte von dort an die kurfürstlich sächsische Landesschule Schulpforta und begann dann ein Studium an der Universität Leipzig. Neben Vorlesungen an der philosophischen Fakultät hatte er sich unter anderem bei Johann Florenz Rivinus, Gottfried Ludwig Mencke der Jüngere und Gottlob Rivinus vor allem auf ein Studium der Rechtswissenschaften konzentriert. Dies absolvierte er am 18. April 1743 mit der Inaugurationdissertation De actionibus utilibus unter Gottlieb Wilhelm Dinkler mit der Promotion zum Doktor der Rechte.

Er hielt dann Vorlesungen und war als Anwalt tätig. 1748 habilitierte sich Zoller an der Leipziger Hochschule. 1749 wurde er außerordentlicher Professor an der juristischen Fakultät und 1752 ordentlicher Professor des sächsischen Rechts. 1756 wurde er Professor mit dem Titel Verborum Signif. Et Reg. Jur. und damit verbunden Beisitzer der Juristenfakultät. 1763 stieg er zum Professor der Institutionen auf. 1765 wurde er Professor der Pandekten, 1767 Professor des Kodex und 1776 Senior der juristischen Fakultät. Er war mit seinem Aufstieg Domherr in Merseburg, Beisitzer des Oberhofgerichts und Decemvir der Universität gewesen. Zudem hatte sich Zoller auch an den organisatorischen Aufgaben der Leipziger Hochschule beteiligt und war im Wintersemester 1779 Rektor der Alma Mater.

Diss. de actionibus. Leipzig 1743

Diss. de vero fundamento contractus chirographarii. Leipzig 1744

Diss. sistens interpretationem I. Cum societas, 69 D. pro socio. Leipzig 1744

Diss. de interpretatione iuramenti praestiti, secundum intentionem eius, cui iuratur, non suscipienda. Leipzig 1745

Diss. de lege sibi dicta, ad L. 72 de leg. 3. Leipzig 1745

Diss. de ritu testandi ex statuto Gorlicensi. Leipzig 1746

Diss. de moderamine inculpatae tutelae adultero competente. Leipzig 1748

Diss. de dispositione paterna inter liberos; quae post obitum patris ab uno ex filiis profertur, valida. Leipzig 1748

Diss. de iure mortuorum. Leipzig 1749

Progr. interpretationem L. 103. §. 2. D. de leg. 3. sistens. Leipzig 1749

Diss. de potestate disponendi ultima voluntate circa Geradam in praeiudicium fisci. Leipzig 1751

Diss. de renunciatione hereditatis a filia iurato facta, ob enormem laesionem rescindenda. Leipzig 1752

Progr. de sententia Ulpiani L. 6. §. 2. D. Quae in fraudem creditorum etc. eiusque iure Saxonico facta correctione. Leipzig 1752

Diss. Nonnulla de diverso praescriptionis iuris civilis effectu sistens. Leipzig 1753

Progr. de remissione cautionis, circa legata ex die relicta. Leipzig 1756

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