Friedrich Georg von Stein zu Nord- und Ostheim (28. März 1769 in Nordheim; † 17. April 1851 in Würzburg) (abweichendes Geburtsjahr 1768) war ein deutscher Offizier, Kammerherr und Gutsbesitzer.
Friedrich Georg von Stein entstammte einem der ältesten adeligen Geschlechter Frankens und war der Sohn von Dietrich Philipp von Stein zu Nord- und Ostheim (* 4. September 1741 in Völkershausen (Willmars); † 15. Januar 1808 in Heidelberg), fränkischer Reichsritter, und dessen Ehefrau Marie Susanne (* 21. September 1737 in Tann; † 15. März 1797 in Nordheim), Tochter von Christoph Friedrich von der Tann (1697–1784). Der Stammsitz der Familie von Stein befand sich in Nordheim (Grabfeld) dieses Schloss wurde 1945 zerstört. Friedrich Georg von Stein wurde als der zweite von vier Söhnen und als das fünfte von zwanzig Kindern in Nordheim geboren. Von seinen Geschwistern sind namentlich bekannt:
Karl von Stein (Lebensdaten unbekannt), ältester Bruder, verstarb vermutlich während eines Duells, als er in österreichischen Diensten stand;
Friederike Elisabeth von Stein (* 22. September 1765 in Völkershausen; † 8. November 1797 in Hartmannswiller), verheiratet mit Gottfried Waldner von Freundstein (1757–1818), Mitglied des Generalrats des Oberrheins;
Julius Wilhelm von Stein (* 12. Juni 1770 in Völkershausen; † 15. Februar 1816 in Ostheim), Oberforstmeister, verheiratet mit Amalia Ernestina (* 10. Juli 1772 in Wien; † 6. April 1810 in Weimar), eine Tochter des Grafen Johann Friedrich Bachoff von Echt (1710–1781), deutsch-dänischer Diplomat;
Caroline Ernestine von Stein (10. August 1777 in Völkershausen; † 16. Februar 1824 in Wurzenbach), verheiratet mit Joseph Charles Mellish (1769–1823), britischer Generalkonsul;
Christian von Stein (Lebensdaten unbekannt, starb in Völkershausen), jüngster Bruder, war Offizier in preußischen Diensten.
Friedrich Georg von Stein heiratete am 20. Januar 1799 in Colmar Caroline Oktavie Louise (* 20. Oktober 1771 in Jebsheim; † 4. Mai 1842 in Nordheim), eine Tochter des Freiherrn Philipp Friedrich von Berckheim (1732–1812). Gemeinsam hatten sie neun Kinder, von diesen sind namentlich bekannt:
Karl von Stein (* unbekannt; † 1828 in Bajardschik bei Warna), Offizier, starb beim Feldzug gegen die Türken;
Amélie Octavia von Stein (* 1801; † 1829), verheiratet mit Baron Maximilian Sigismund Friedrich Albert de Dietrich (1802–1888), Industrieller;
Franziska "Fanny" von Stein (* unbekannt; † November 1844), verheiratet mit Ludwig von Schultes, Hauptmann und Kammerherr in Meiningen;
Siegmund Christian von Stein (* 16. Mai 1804; † 7. Mai 1886), verheiratet in erster Ehe mit Adriane Jeannette von Trümbach aus Wehrda, in zweiter Ehe war er mit Elise von Osterhausen aus Kassel verheiratet. Er gab nach dem Tod seines Vaters sein Amt als Jurist auf und übernahm die Administration der Güter.
Henriette von Stein (* 1807; † 1869), Schriftstellerin, verheiratet mit Johann Karl Ludwig von Schorn;
Amalie von Stein (* 1809; † 1869), Pröpstin des Stiftes Waizenbach;
Frieda von Stein (* 17. September 1811; † 6. September 1852 in Pforzheim), Stiftsdame in Pforzheim
Adelheid von Stein (* 1814; † 1858), nach dem Tod ihrer Schwester Oktavia war sie mit ihrem Schwager Maximilian Sigismund Friedrich Albert de Dietrich verheiratet.
Seinen ersten Unterricht erhielt er von einem Hauslehrer, bis ihn sein Vater 1783 nach Stuttgart brachte, um ihn in der Hohen Karlsschule aufnehmen zu lassen.
Nach dem Besuch der Schule trat er in das Regiment von Maximilian Joseph, dem späteren König von Bayern, ein; dieser führte als Oberst in Straßburg ein französisches Kommando über das Regiment Royal Bavière. 1790 wurde er als Burgmann in der Burggrafschaft Friedberg aufgenommen.