Franz Hummel (* 2. Januar 1939 in Schwabmünchen; † 20. August 2022 in Regensburg) war ein deutscher Komponist und Pianist.
Franz Hummel war der Sohn der Bilder-/Kinderbuchautorin und -illustratorin Lore Hummel. Nach der Trennung seiner Eltern wuchs er bei seiner Mutter und Großmutter in Altmannstein auf, wo er den ersten Instrumentalunterricht von einem Volksschullehrer erhielt. Bereits im Alter von sieben Jahren trat er am Klavier auf und komponierte. Hummel wurde schon als Jugendlicher unterstützt von Richard Strauss, Eugen Papst und Hans Knappertsbusch. Er studierte privat Klavier – unter anderem bei Elly Ney – und Komposition in Salzburg und München. Zunächst wurde Hummel als Pianist bekannt; im Jahr 1953 unternahm er eine erste Deutschlandtournee. Später gab er Konzerte in ganz Europa und spielte über 60 Schallplatten mit klassisch-romantischem Repertoire und viel zeitgenössischer Musik ein. Seine letzte Konzerttournee führte ihn 1973 durch die UdSSR.
Hummel war verheiratet mit der britisch-deutschen Tänzerin und Komponistin Susan Oswell.
Zu seinen Schülern zählen Yojo Christen, Christoph Preiß und Alexander Maria Wagner.
Ab Anfang der 1970er-Jahre widmete sich Hummel fast ausschließlich dem Komponieren. Er schuf Instrumental- und Bühnenwerke und schrieb auch Musik für Filme.
Sinfonie für Violine und Orchester (1994)
TUM-Orchesterhymne und TUM-Jubiläumssinfonie (2018) zum 150-jährigen Jubiläum der Technischen Universität München
Konzert für Klavier und Orchester (1994)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 „Krieg und Frieden“ (2016) UA mit Yojo Christen
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 „Archaeopteryx“ (1987)
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 „Poème in memoriam Max Reger“ (2016)
Konzert für Violine und Orchester (2020), arrangiert nach dem zweiten Klavierkonzert von Beethoven.
Klaviermusik; u. a. Archipelagos (1987), Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli (Diabelli-Variationen; 2006/07) und 33 Hercher-Variationen (2018)
Orgelwerk Tantalus lächelt (1988)
König Übü. Oper in 11 Szenen. Libretto: Roland Lillie nach (Ubu roi von Alfred Jarry). UA 11. März 1984 Salzburg
Blaubart. Kammeroper. Libretto: Susan Oswell. UA 13. Oktober 1984 Frankfurt am Main
Luzifer. Oper. Libretto: Christian Martin Fuchs. UA 1987 Ulm
Gorbatschow. Kammeropern-Farce. Libretto: Thomas Körner. UA 6. Juni 1994 Bonn (Bundeskunsthalle)