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Franz Austeda

Österreichischer Sachbuchautor

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Franz Austeda (* 6. November 1923 in Wien; † 6. Februar 2009 ebenda) war ein österreichischer Beamter, Philosoph und Pädagoge.

Franz Austeda studierte an der Universität Wien Philosophie, Geschichte, Psychologie und Pädagogik und promovierte 1949 (Dissertation: Der erkenntnistheoretische Relativitätsbegriff). Gleichzeitig legte er die Lehramtsprüfung für die Fächer Geschichte und Philosophie ab und war zunächst Gymnasialprofessor und Gymnasialdirektor in Wien. 1955 wechselte er in das Amt des Stadtschulrates für Wien, wo er zuletzt als Wirklicher Hofrat wirkte. Nebenbei lehrte er auch als Dozent an Wiener Volkshochschulen.

Philosophen, Wissenschaftler und Literaten wie Sir Karl Popper, Rupert Riedl und Ernst Jandl waren seine persönlichen Freunde, mit denen er sich regelmäßig traf.

1983 war er Mitglied der österreichischen UNESCO-Kommission.

Austeda war ein Verfechter der Geistesfreiheit und ein Vertreter einer kritischen und exakten wissenschaftlichen Philosophie. Er stand auf dem Standpunkt eines sowohl empirisch-wissenschaftlich fundierten wie auch erkenntniskritisch (im Sinne Immanuel Kants) abgesicherten Kritischen Positivismus und vertrat eine axiomatische Charakteristik der Philosophie.

Im Mittelpunkt seiner erkenntniskritischen Analyse stand der Versuch, das „Selbstproblem“ der Philosophie zu lösen, d. h., philosophierend die Möglichkeit und die Notwendigkeit des Philosophierens axiomatisch zu begründen.

Weiters war Austeda ein wichtiger Vertreter des Wertrelativismus und sprach sich für eine Trennung von Wissen und Glauben aus. Er forderte einen Toleranzbegriff ein, welcher vom Standpunkt des Weltanschauungsrelativismus aus zu erheben ist. Diesen schränkte er aber insofern ein, als die Intoleranz keine Toleranz verdient.

1971 Goldenes Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich

1978 Großes Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich

1981 Goldenes Ehrenzeichen für die Verdienste um das Land Wien

1981 Ordre des Palmes Académiques

1983 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

2008 Glückwunschschreiben des Bundespräsidenten

Mensch und Welt. In: Wissen und Erfolg. Verlag Fürlinger, Wien 1953.

Kleines Wörterbuch der Philosophie. Humboldt, Frankfurt am Main 1954.

Technik und Philosophie. In: Festschrift der Realschule auf der Wieden. Wien 1955.

Adolf Stöhr. In: Neue Wege. Nr. 104/1955.

Viel Lärm und „Nichts“… Ein paar kritische Bemerkungen zum Existentialismus. In: Neu Generation. Nr. 4/1956, S. 10.

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