An diesem Tag

Franz Alt (Journalist)

Deutscher Journalist und Buchautor

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Franz Alt (* 17. Juli 1938 in Untergrombach) ist ein deutscher Journalist und Buchautor.

Franz Alt studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Philosophie und Theologie an den Universitäten Freiburg im Breisgau und Heidelberg. 1967 wurde er mit einer Dissertation über Konrad Adenauer promoviert. Von 1968 bis 2003 arbeitete er überwiegend beim Südwestfunk (SWF, heute: SWR), für den er 20 Jahre lang das Politmagazin Report moderierte. Die Veröffentlichung des Buchs Frieden ist möglich, in dem Alt Zweifel an der Politik der Nachrüstung anmeldete, führte zu jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen zwischen Alt und seinem Sender.

Von 1992 bis 2003 leitete Franz Alt die Zukunftsredaktion im SWR und moderierte außerdem in 3sat die Magazine Querdenker und Grenzenlos. Seine Bücher wurden in zwölf Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von über zwei Millionen.

Er plant den Einstieg in eine „solare Weltrevolution“. Alts Arbeiten wurden mehrfach prämiert, u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis, der Goldenen Kamera, dem ersten Deutschen Solarpreis 1994, dem Europäischen Solarpreis 1997, dem Umwelt-Online-Award, dem Menschenrechtspreis AWARD 2003 und dem Umweltpreis der Deutschen Wirtschaft 2004.

Auf seiner Homepage Sonnenseite gibt Franz Alt einen Überblick über die Alternativen der Energieerzeugung – erneuerbare Energien, solares Bauen, solares Wirtschaften – sowie über die Themen Klimawandel, Klimapolitik, Treibhauseffekt, ökologische Verkehrswende, ökologische Wasserwirtschaft, Ökolandbau, ökologische Steuerreform, Frieden und Menschenrechte („Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne“).

Als bekennender Christ begründet Franz Alt sein Engagement für die Ökologie aus seinem Glauben heraus, so in seinem Werk Der ökologische Jesus.

Franz Alt unterstützt die Hilfsorganisation Andheri-Hilfe, mit deren Gründerin Rosi Gollmann hat er das Buch Eine bessere Welt ist möglich geschrieben.

Neben seiner eigenen publizistischen Tätigkeit fungiert Alt auch als Herausgeber, er gab unter anderem Texte von Carl Gustav Jung heraus.

Im Oktober 2006 erschien der Gesprächsband Du darfst den Kern nicht spalten. Im Gespräch mit zwei Journalistenkollegen blickte Alt darin auf sein Leben, seine Kindheit in einem wohlbehüteten Elternhaus, seine Studienjahre und seine Erfahrungen als Mitarbeiter des öffentlichen Rundfunks und Fernsehens zurück.

Alt ist Mitglied im Magischen Zirkel von Deutschland und gibt unter dem Bühnennamen Francesco Altini öffentliche Vorstellungen als Hobbyzauberer.

Seit September 2020 arbeitet Franz Alt als Moderator bei „Transparenz TV“. Nach eigenen Angaben deckt Transparenz TV auf, „in welchen Bereichen der Schwindel steckt oder wie die Nachrichten tatsächlich heißen müssten.“

Im Jahre 1963 trat Alt der CDU bei. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vom April 1986 kritisierte er in einem offenen Brief an Helmut Kohl die CDU, weil sie weiterhin an der Kernenergie festhielt. 1988 trat Alt aus der CDU aus. Seitdem hat er die parteipolitische Tätigkeit aufgegeben, steht jedoch vor allem der ÖDP nahe, deren prominentester Fürsprecher er außerhalb der Partei ist. Bereits Ende der 1970er Jahre hatte ihm der spätere ödp-Bundesvorsitzende Herbert Gruhl seine wachsenden Differenzen zu seiner damaligen Partei, der CDU, anvertraut.

Als Alt dem seinerzeitigen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler einen offenen Brief anlässlich seines Parteiaustritts schrieb, empfahl er der Anhängerschaft seiner früheren Partei das Grundsatzprogramm der ÖDP als Lektüre:

Auf dem ÖDP-Bundesparteitag 1992 hielt Alt ein Referat über sein Buch Schilfgras statt Atom (1992). Die Partei zeichnete ihn damals mit der Goldenen Schwalbe aus.

Im Oktober 2000 verfasste Franz Alt einen offenen Brief an Angela Merkel, in dem er sie an ihre frühere Äußerungen zu einer „ökologischen Steuerreform“ erinnerte, als sie 1995 Präsidentin des Weltklimagipfels in Berlin war. Damals äußerte Merkel, dass eine ökologische Steuerreform die Voraussetzung für eine effektive Umweltpolitik sei und sie daher diese Forderungen unterstütze. Als damalige Umweltministerin war sie dankbar für das ökologische Engagement der Bevölkerung. Da sie nun den „ohnehin recht bescheidenen rot-grünen Einstieg in eine ökologische Steuerreform eine K.-o.-Steuer“ genannt habe, forderte er eine logische Begründung: „Jahrelang schrieben und sprachen Sie bei Ihren Plädoyers für ökologische Steuern von ‚Verantwortung‘ und ‚Bewahrung der Schöpfung‘. Gilt das alles jetzt plötzlich nicht mehr, nur weil Sie in der Opposition sind?“

Franz Alt ist Gründungsmitglied und Mitglied sowie ehemaliger Sprecher des Kuratoriums des Instituts Solidarische Moderne. Des Weiteren ist er Mitglied im Kuratorium der ÖDP-nahen Stiftung für Ökologie und Demokratie.

Alt engagiert sich gegen das Projekt „Stuttgart 21“. Er kritisiert das seiner Meinung nach schlechte Kosten-Nutzen-Verhältnis (KNV) des Projektes und betont, dass jeder dort investierte Euro bei anderen Infrastruktur-Investitionen mit weit besserem KNV fehle.

Alt gehört zum Unterstützerkreis des Netzwerks Friedenssteuer.

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