František Škvor (* 11. Dezember 1898 in Varaždin, Königreich Kroatien und Slawonien; † 21. Mai 1970 in Prag) war ein tschechischer Komponist, Dirigent und Pianist.
Der Sohn eines Bratschisten des Nationaltheaters Prag studierte nach der Reifeprüfung in Královské Vinohrady bei Prag Rechtswissenschaft an der Prager Karls-Universität sowie privat Klavier bei Adolf Mikeš, ehe er in die Meisterklasse für Komposition von Vítězslav Novák am Prager Konservatorium aufgenommen wurde. 1923 wurde František Škvor Korrepetitor am Nationaltheater, das Komponieren spielte während dieser Zeit zunächst eine untergeordnete Rolle. Nach dem Erfolg seines von ihm selbst geleiteten Balletts Doktor Faust (1926) stieg er zum Dirigenten des Theaters auf, eine Funktion, die er in der Folge bis 1960 ausübte. Bei Konzerten wirkte er oft als Klavierbegleiter von Sängerinnen und Sängern des Nationaltheaters. Neben Arbeiten für Schauspielproduktionen erhielt ab den frühen 1930er-Jahren die Musik für Filme eine wichtige Rolle in seinem Schaffen.
Für sein Wirken erhielt František Škvor mehrere Auszeichnungen, darunter 1969 den staatlichen Titel eines „Verdienstvollen Künstlers“.
Doktor Faust. Ballett nach „Der Doktor Faust. Ein Tanzpoem“ von Heinrich Heine (1926)
Frühlingsmärchen. Ballett-Oper für Kinder (1930)
Aus der Welt der Kinder. Suite (1934)
In der Mährischen Slowakei (1937)
Lieder und Tänze aus den Landschaften von Božena Němcová (1939)
Variationen über zwei russische Volkslieder (1949)
Erinnerungen an die Sowjetunion. Ballettsuite (1951)
Serenade für Streicher und Harfe (1956)
Soloinstrument(e) und Orchester
Concertino für Flöte, Oboe, Fagott und Streichorchester (1938)
Konzert für Violine und Orchester (1946)
Zem spieva, deutscher Titel: Die Erde singt. Dokumentarfilm, Regie: Karel Plicka (1933)
Humoreska, Regie: Otakar Vávra (1939)
Kouzelný dům, deutscher Titel: Ein magisches Haus. Regie: Otakar Vávra (1939)
Peřeje, deutscher Titel: Stromschnellen, Regie: Karel Špelina (1940)