Francis Burt (* 28. April 1926 in London; † 3. Oktober 2012 in Hartberg) war ein britisch-österreichischer Komponist.
Burt absolvierte nach dem Besuch der St. Edward’s School in Oxford (1944 bis 1945) im Rahmen einer Offiziersausbildung einen Kurs als Ingenieur an der Universität Cambridge und diente von 1946 bis 1947 als Oberleutnant in Nigeria. Anschließend studierte er bis 1951 an der Royal Academy of Music, wo er Kompositionsschüler von Howard Ferguson wurde. Daneben besuchte er die Summer School of Music in Bryanston und Dartington. Anschließend war er an der Musikhochschule Berlin Kompositionsschüler von Boris Blacher.
Nach je einem Jahr Aufenthalt in Rom und London übersiedelte Burt im Jahr 1956 nach Wien. Von 1973 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1992 war Burt Professor für Komposition an der Musikhochschule Wien, wo er außerdem von 1989 bis 1991 das Institut für Elektroakustik leitete. Im Jahr 1987 war Burt Organisator der 1. Langen Nacht der neuen Klänge im Wiener Konzerthaus.
Francis Burt wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.
1981: Preis der Stadt Wien für Musik
1992: Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Streichquartett op. 2 (1951–1952)
Musik für zwei Klaviere op.4 (1953)
Duo – für Klarinette und Klavier, op. 7 (1954)
For William – für 9 Spieler (1988)
Echoes – für 9 Spieler (1988–1989) Für Flöte, Klarinette, Trompete, Horn, Schlagzeug, Klavier, Violine, Viola und Violoncello.
Für Alfred Schlee – Ein postmoderner Geburtstagsgruß für Streichquartett (1991)
Hommage à Jean-Henri Fabre – Eine bukolische Fantasie, für 5 Spieler (1993–1994) Für Für Flöte I / Altflöte, Flöte II / Piccolo / Altflöte, Violine, Mandoline und Schlagzeug.
Streichquartett II (1993–1994)
Bavarian Gentians – für Kammerchor und 6 Instrumentalisten (2001) Nach einem Gedicht von D. H. Lawrence.
Variationen eines alten Liedes – für Klarinette, Akkordeon, Viola und Kontrabass (2012)
Jamben – für Orchester op.5 (1953), Boris Blacher gewidmet
The Skull – Kantate für Tenor und Orchester, revidierte Fassung, op. 6 (1955), „Meditation eines Höflings vor dem Totenschädel seiner vergifteten Geliebten“ nach dem Schauspiel „The revenger's tragedy“ von Cyril Tourneur