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Françoise Babou de La Bourdaisière

Französische Adlige

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Françoise Babou de La Bourdaisière (auch Mme d’Estrées und Marquise de Cœuvres genannt; * um 1542; † 9. Juni 1592 in Issoire) war eine französische Adlige des 16. Jahrhunderts, die vor allem als Mutter von Gabrielle d’Estrées bekannt ist.

Die Familie Babou hat ihre Ursprünge in Bourges, wo sie seit 1416 als Notare nachgewiesen ist. Die nachfolgenden Generationen griffen mit dem erworbenen Wohlstand über Bourges hinaus, erwarben Seigneurien und erkauften sich den Zugang zum königlichen Hof. Philibert Babou, Notar in der vierten Generation, strebte nach einer Heirat mit einer reichen Erbin, die er in Marie Gaudin fand, Dame de La Bourdaisière (in Montlouis-sur-Loire) und bereits Mätresse des späteren Königs Franz I. Der älteste Sohn des Paares war Jean Babou, 1567–1569 Großmeister der Artillerie von Frankreich, der Françoise Robertet heiratete, Tochter von Florimond I. Robertet, Minister der Könige Franz II. und Karl IX.

Françoise Babou de La Bourdaisière war das dritte von 15 Kindern von Jean Babou de La Bourdaisière und Françoise Robertet und die älteste von zehn Töchtern – Gédéon Tallemant des Réaux wird in seinen Historiettes betonen, dass dies „die fruchtbarste Sippe an galanten Frauen war, die es jemals in Frankreich gab“. Die Schwestern, die nicht jung starben oder ins Kloster gingen, darunter auch Françoise, wurden am Hof aufgrund ihres lockeren Lebenswandels zudem les sept pêchés capitaux („die sieben Todsünden“) genannt.

Françoise, die am Hof aufwuchs, wurde Spielkameradin (fille d’honneur) der gleichaltrigen Maria Stuart, die seit ihrem fünften Lebensjahr in Frankreich lebte. Maria Stuart heiratete im April 1558 den Dauphin Franz. Kurz nach der Hochzeit bat der etwa 30-Jährige Antoine IV. d’Estrées Françoises Vater um die Hand seiner etwa 17-jährigen Tochter; die Hochzeit fand am 14. Februar 1559 in Chartres statt, Françoise war nun Marquise de Cœuvres. Im Juli 1559 wurde König Heinrich bei einem Turnier schwer verletzt und starb wenige Tage später, der Dauphin bestieg als Franz II. den Thron und die neue Königin Maria Stuart machte Françoise Babou zu einer ihrer Hofdamen (dame d’honneur). Franz II. starb im Dezember 1560 ebenfalls; der neue König war Karl IX., und Maria Stuart kehrte 1561 nach Schottland zurück, Françoises Aufgabe als Ehrendame war vorerst beendet.

Dauphin war nun Henri de Valois, der Herzog von Anjou. In dessen ständiger Begleitung befand sich Louis de Béranger, Seigneur du Guast und als Capitaine de la Garde einer der Mignons des Dauphins, dem die Marquise de Cœuvres auffiel. Da er mit Brantôme und Ronsard befreundet war, bat er die beiden, in seinem Namen Gedichte zu schreiben, die die Schönheit der Marquise feiern. Ronsard lieferte zuerst und dichtete die „Sonnets et Madrigals pour Astrée“ (der Spitzname von Françoise Babou), z. B.:

Plus que mes yeux j’aime tes beaux cheveux,

Liens d’Amour que l’or même accompaigne,

Et suis jaloux du bonheur de ton peigne,

Qui au matin démêle leurs beaux noeuds.

En te peignant il se fait riche d’eux,

Il les dérobe; et l’Amour, qui m’enseigne

D’être larron, commande que je prenne

Part au butin assez grand pour tous deux.

Mais je ne puis; car le peigne fidèle

Garde sa proie, et puis ta damoiselle

Serre le reste et me l’ôte des doigts.

O cruautés! ô beautés trop iniques!

Le pèlerin touche bien aux reliques

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Françoise Babou de La Bourdaisière | World in Stories