François René Gebauer (* 15. März 1773 in Versailles, Frankreich; † 28. Juli 1845 in Paris) war ein französischer Komponist, Professor und Fagottist und Sohn eines deutschen Militärmusikers.
Gebauer hatte vier Brüder Michel-Joseph Gebauer (1763–1812), Pierre-Paul Gebauer, Jean-Luc Gebauer und Étienne-François Gebauer, die alle musizierten (auch im Quintett miteinander) und komponierten.
Er erhielt zunächst bei seinem Bruder Michel Joseph Gebauer und dann bei François Devienne Musikunterricht. 1788 trat er der „Garde suisse“ in Versailles als Fagottist bei. Am 1. April 1790 wurde er Professor „École de la garde nationale“ und Mitglied des Orchesters der „Musique de la garde nationale de Paris“. Von 1801 bis 1826 war er Fagottist im Orchester der „Grande Opera“ in Paris. Am 3. August 1795 wurde er als Professor für Fagott an das Pariser Konservatorium berufen, dem er bis zum 23. September 1802 angehörte. Von 1824 bis zu seiner Pensionierung 1838 war er als Professor an der „École royale de musique“ tätig.
1814: Ritter der Ehrenlegion und Komponist der Musik des Stabes seiner Garde (französisch Chevalier de la Légion d’honneur et compositeur de la musique de l’état-major de ses gardes) durch König Ludwig XVIII.
Mitglied der Société des Enfants d’Apollon.
Variation sur „Au claire de la lune“ für Fagott und Orchester
1816 Sechs Arien aus „Der Barbier von Sevilla“ von Gioacchino Rossini für zwei Fagotte
Sechs konzertante Duos opus 2, für zwei Klarinetten
Sechs konzertante Duos opus 8, für Klarinette und Fagott
Quintett Nr. 1 für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott
Quintett Nr. 2 Es-dur für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott
Quintett Nr. 3 c-moll für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott
Notturno Nr. 2 über Arien von Wolfgang Amadeus Mozart und Gioacchino Rossini für Fagott und Klavier
3 Quartette opus 20, für Flöte, Oboe, Horn und Fagott
3 Quartette opus 27, für Flöte, Oboe, Horn und Fagott
10 Trios opus 33 für 3 Fagotte (auch für Violine, Violoncello und Fagott)
3 Quartette opus 37, für Horn, Violine, Viola und Basso
Quartett g-moll opus 41, für Flöte, Klarinette, Horn und Fagott