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Finow (Eberswalde)

Ortsteil der Stadt Eberswalde

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Finow ist seit 1970 ein eingemeindeter Ortsteil am westlichen Stadtrand von Eberswalde im Oberbarnim.

Finow entstand im Jahr 1928 durch Zusammenlegung des 1294 erstmals genannten Dorfes Heegermühle mit den bis dahin selbständigen Gemeinden Eisenspalterei-Wolfswinkel und Messingwerk und wurde 1935 zur Stadt erklärt. Die Namen der ehemaligen Gemeinden deuten auf die, lange Zeit ansässige, metallurgische Industrie hin. Das hiesige Messingwerk wurde bereits um 1700 gegründet und wurde bis 1945 betrieben. An seiner Stelle wurde in der Nachkriegszeit das Walzwerk Finow errichtet. 1970 erfolgte der Zusammenschluss der Städte Eberswalde und Finow unter dem Namen Eberswalde-Finow.

Der Ort erhielt 1907 durch die 1996 stillgelegte Eberswalde-Finowfurter Eisenbahn und in den 1930er Jahren durch den Flugplatz Eberswalde-Finow weitere Verkehrsanbindungen. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand in Finow nach Plänen des Architekten Paul Mebes die Messingwerksiedlung mit bemerkenswerten einheitlichen Wohnhausensembles.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden weibliche Häftlinge des KZ Ravensbrück im Geheimwerk der Finower Industrie GmbH, der Munitionsfabrik „Waldeslust“ an der Angermünder Straße, bei der Herstellung von Gewehrmunition ausgebeutet. Sie lebten unter unmenschlichen Bedingungen in dem KZ-Außenlager Finow des KZ Ravensbrück.

Markant ragt aus der flachen Landschaft am nördlichen Ortsrand der ebenfalls von Paul Mebes 1916/1917 gebaute monumentale Wasserturm heraus, der zum Kriegerdenkmal umgestaltet wurde, nachdem er nicht mehr in Betrieb war.

Katholische Kirche St. Theresia

Kupferhaussiedlung, entworfen von Walter Gropius im Jahr 1931

Gedenkstätte für Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion, Polen und Italien auf dem Friedhof Biesenthaler Straße

Denkmal von 1950 für die Opfer des Faschismus im früheren „Rosengarten“ neben der Hauptstraße, das u. a. den Finowern Karl Bach und Max Puhl gewidmet ist, die im KZ Sachsenhausen ermordet wurden

Gedenkstätte für die KPD-Widerstandsgruppe um Werner Krause und Walter Empacher, die mit kirchlich-katholischen und ausländischen Widerstandsgruppen zusammenarbeiteten

Rudolf Schmidt: Geschichte der Stadt Eberswalde. 2 Bände (Band 1: bis 1740; Band 2: von 1740 bis 1940) Eberswalde 1939 und 1940. / als Nachdruck: Eberswalde 1994.

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Finow (Eberswalde) | World in Stories