Fernanda de Utrera, eigentlich Fernanda Jiménez Peña (* 9. Februar 1923 in Utrera, Provinz Sevilla; † 24. August 2006 ebenda), war eine spanische Flamenco-Sängerin. Sie galt als beste Interpretin der Soleá, einer Form des Flamenco.
Die aus einer Gitano-Familie mit zahlreichen Flamenco-Künstlern stammende Fernanda Jiménez Peña lernte den Gesang bereits als Kind. In Zusammenarbeit mit ihrer vier Jahre jüngeren, 1927 geborenen und 2009 verstorbenen Schwester Bernarda de Utrera (eigentlich Bernada Jiménez Peña), einer ebenfalls hervorragenden Flamencosängerin, machte sie sich im Duo Fernanda y Bernarda de Utrera einen Namen und wurde von Antonio Mairena gefördert.
In dem Spielfilm Duende y misterio del flamenco (Flamenco) aus dem Jahre 1952 gab sie ihr Filmdebüt. Der Film erhielt eine Nominierung für die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1953.
Im Jahr 1956 trat sie mit ihrer Schwester beim Concurso Nacional de Cante jondo auf.
Sie litt in ihren letzten Jahren an der Alzheimerschen Krankheit und starb an einem Kreislaufstillstand.
1957 Nationaler Flamenco-Kunstwettbewerb in Córdoba
1966 Wettbewerb in Mairena del Alcor
1967 Nationaler Gesangspreis der Flamenco-Lehrer
1998 Auszeichnung für ihr Lebenswerk beim Gesangsfestival in Gazpacho de Morón
1966 El flamenco de Manuela Vargas
1967 Festival de Cante Jondo Antonio Mairena
1970 El cante de Fernanda y Bernarda de Utrera
1987: La casa de Bernarda Alba
1995: Flamenco von Carlos Saura
Kersten Knipp: Flamenco. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-45824-8, S. 209.
Biografie (Memento vom 25. Oktober 2005 im Internet Archive)
Hörbeispiel. (Video) Fernada (sic) de Utrera-Eduardo de la Malena-Soleá. In: YouTube. 10. April 2010, abgerufen am 9. September 2015 (spanisch).