Fernand David (geboren am 18. Oktober 1869 in Annemasse; gestorben am 17. Januar 1935 in Paris) war ein französischer Rechtsanwalt und ein Politiker der Dritten Republik. Von 1912 bis 1930 war er in mehreren Funktionen und Regierungen Minister.
Fernand David stammte aus einfachen Verhältnissen, wurde früh Waise und studierte Rechtswissenschaft an der Universität von Lyon. Danach arbeitete er als Anwalt in Saint-Julien-en-Genevois.
Als gemäßigter republikanischer Kandidat – er gehörte in der Abgeordnetenkammer zunächst der Union démocratique, dann der Gauche démocratique und am Ende Gauche radicale an – wurde er 1898 in die Abgeordnetenkammer gewählt. Dieser gehörte er bis 1919 an. 1902 wurde er auch Generalrat des Départements Haute-Savoie. In der Kammer setzte er sich unter anderem für die Trennung von Kirche und Staat ein.
1912 wurde David Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses. Ab 1912 bekleidete er in wechselnden Regierungen die Ministerposten für Handel und Industrie (Premierminister Raymond Poincaré), öffentliche Arbeiten (Premierminister Gaston Doumergue) und Landwirtschaft (Premierminister Aristide Briand, René Viviani, Alexandre Ribot, Paul Painlevé und André Tardieu).
1919 wurde er in der Parlamentswahl geschlagen, aber bereits 1920 in den Senat gewählt. Diesem und der Fraktion der Gauche démocratique gehörte er bis zu seinem Tod 1935 an. Ab 1925 war er auch Präsident des Départementrats der Haute-Savoie.
David war Mitglied der Alliance démocratique und der Radical indépendant.
Fernand David. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 1. Februar 2026 (französisch).
DAVID Fernand Ancien sénateur de la Haute-Savoie. In: Sénat. Abgerufen am 1. Februar 2026 (französisch).
DAVID Fernand. In: La France savante. Abgerufen am 1. Februar 2026 (französisch).
Angaben zu Fernand David in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.