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Ferdinand von Trauttmansdorff-Weinsberg

Österreichischer Diplomat und Politiker

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Graf Ferdinand von Trauttmansdorff-Weinsberg (* 27. Juni 1825 in Wien; † 12. Dezember 1896 auf Schloss Fridau in Ober-Grafendorf in Niederösterreich) war ein österreichischer Diplomat und Politiker.

Ferdinand von Trauttmansdorff-Weinsberg entstammte dem Adelsgeschlecht Trautmansdorf und war der älteste Sohn des Diplomaten Graf Franz Joseph Ferdinand von Trauttmansdorff (* 19. Februar 1788 in Brüssel in den Österreichischen Niederlanden; † 22. August 1870 in Obříství bei Mělník in Böhmen) und dessen Ehefrau Gräfin Josephine (1803–1863), der Tochter des ungarischen Generals Joseph Károlyi (1768–1803); er hatte noch drei Schwestern.

Sein Großvater war der Diplomat und Politiker Ferdinand von Trauttmansdorff.

1860 heiratete er Prinzessin Marie Franziska de Paula Therese Josephine (* 20. September 1834; † 1. Dezember 1909), das älteste Kind des Fürsten von Liechtenstein Alois II. Joseph Maria Johanness Baptista von und zu Liechtenstein (1796–1858); gemeinsam hatten sie drei Söhne und drei Töchter:

Maria von Trauttmansdorff-Weinsberg (* 28. Januar 1862 in Wien; † 27. Januar 1940 auf Schloss Bertholdstein in Fehring in der Steiermark); verheiratet mit Carl Maria von Coudenhove (* 8. Februar 1855 in Landstraße bei Wien; † 8. Februar 1913 in Meran);

Aloïs von Trauttmansdorff-Weinsberg (* 5. März 1863; † 10. März 1915);

Karl von Trauttmansdorff-Weinsberg (* 24. März 1864 in Wien; † 4. Januar 1910 in Pressbaum in Niederösterreich); verheiratet mit Marie Theresia (* 5. August 1869 in Dobříš; † 27. Februar 1960 in Vomp in Tirol), der Tochter des Politikers Hieronymus Ferdinand Rudolf von Colloredo-Mannsfeld;

Josefine von Trauttmansdorff-Weinsberg (* Juni 1866; † 7. November 1936), verheiratet mit Ottokar Clemens von Westphalen zu Fürstenberg (* 18. Juni 1866 in Chlumec u Chabařovic; † 12. März 1941 ebenda);

Caroline von Trauttmansdorff-Weinsberg (* 10. April 1869 in Rom; † 22. Dezember 1959 in Drosendorf); verheiratet mit Freiherr Heinrich Hoyos zu Stichsenstein (* 4. Juni 1865 in Stichsenstein; † 28. April 1955 in Horn);

Adolf von Trauttmansdorff-Weinsberg (* 22. Juni 1877 auf Schloss Fridau; † 21. August 1914 in Jaroslawice in Galizien (siehe auch Schlacht an der Gnila Lipa)); verheiratet mit Gräfin Marie Therese von Colloredo-Mansfeld (* 5. August 1869; † 27. Februar 1960).

Zu den Schwestern seiner Ehefrau gehörten Carolina Maria Josepha Walpurgis Nestoria von und zu Liechtenstein, die mit dem Diplomaten Alexander von Schönburg-Hartenstein verheiratet war, Sophie Marie Gabriele Pia von und zu Liechtenstein, die mit dem Reichstagsabgeordneten und Präsidenten des Katholikentags Karl Heinrich zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg verheiratet war, Ida Maria Lamberta Theresia Franziska de Paula von und zu Liechtenstein (1839–1921), die mit dem Fürsten Adolph Joseph Schwarzenberg (* 1832) verheiratet war, Henriette Maria Norberta von und zu Liechtenstein (1843–1931), die mit dem Politiker Alfred von und zu Liechtenstein verheiratet war, Anna Maria Francisca de Paula Leandra von und zu Liechtenstein (1846–1924), die mit dem Politiker Fürst Georg Christian Lobkowitz (1835–1908) verheiratet war, und Theresa Maria Josepha Martha von und zu Liechtenstein (1850–1938), die mit dem Generaloberst Arnulf von Bayern verheiratet war.

Ihre Brüder Johann II. und Franz I. waren regierende Fürsten von Liechtenstein.

Die Großväter seiner Ehefrau waren Fürst Johann I. Josef von Liechtenstein und Fürst Ferdinand von Kinsky.

1869 kaufte er von Gustav Adolf Bentinck, Sohn von Wilhelm Gustav Friedrich Bentinck, das Schloss Fridau aus der ehemaligen Herrschaft Fridau.

Ferdinand von Trauttmansdorff-Weinsberg besaß seit 1870 mit der Allodial-Herrschaft von Koritschan (siehe Koryčany), Mauchnitz (siehe Mouchnice) und Obřistwi auch Güter in Mähren.

Nach seinem Tod wurde er am 15. Dezember 1896 in der Familiengruft in Bischofteinitz (siehe Horšovský Týn) bestattet.

Ferdinand von Trauttmansdorff-Weinsberg erhielt vermutlich seine theoretische und praktische diplomatische Ausbildung in Berlin. 1847 trat er als Attaché an der dortigen Gesandtschaft, die sein Vater von 1827 bis 1849 leitete, in den diplomatischen Dienst ein.

1849 erfolgte seine Verwendung in Stuttgart, worauf er nach Paris und darauf nach London versetzt wurde, ehe er von 1856 bis 1857 als Geschäftsträger in Berlin wirkte; in dieser Zeit erfolgte im Dezember 1851 seine Ernennung zum Legationssekretär und 1856 zum Legationsrat.

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Ferdinand von Trauttmansdorff-Weinsberg | World in Stories