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Ferdinand von Arnim (Architekt)

Deutscher Aquarellmaler, Architekt und preußischer Baubeamter (1814-1866)

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Ferdinand Heinrich Ludwig von Arnim (* 15. September 1815 in Treptow an der Rega; † 27. März 1866 in Berlin) war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter, der sich daneben auch als Aquarellmaler betätigte. Er war ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel und wirkte hauptsächlich in Berlin und in Potsdam.

Seine Eltern waren Ludwig I. (Friedrich Ludwig I.) von Arnim (1783–1827) und Henriette Wilhelmine Gadebusch (1778–1844) aus Treptow in Pommern. Der Vater war zunächst preußischer Hauptmann und später Hauptsteueramtsrendant in Prenzlau. Ferdinand hatte drei Schwestern. Die Mutter lebte als Witwe in Stralsund.

Von 1833 bis 1838 erhielt er in Berlin an der Königlichen Bauschule eine Ausbildung zum Architekten. 1839 wurde er Mitglied im Architektenverein zu Berlin. Ab 1840 arbeitete er als Bauführer unter Ludwig Persius, 1844 wurde er Bauinspektor, 1845 Baumeister in der Schlossbaukommission. Außerdem wirkte er als Architekt des Prinzen Carl von Preußen.

Mit der 1844 geheirateten Marie (Marie Luise Wilhelmine) Luck (1822–1907) hatte Ferdinand von Arnim fünf Kinder, eine Tochter und vier Söhne. Die Tochter Marie (1845–1903) ehelichte in Potsdam den späteren Generalmajor Carl Freiherr von Diepenbroick-Grüter. Einer der Söhne war der General d. Inf. Hans von Arnim (1846–1922), der jüngste Sohn Ernst von Arnim (1852–1927) preußischer Generalmajor. Achim von Arnim ist ein Enkel.

Ab 1846 war er als Lehrer, ab 1857 als Professor an der Berliner Bauakademie tätig. 1848 wurde er Hofbaumeister. 1855–1863 war er unter anderem für Fürst Hermann von Pückler-Muskau in Branitz tätig. 1862 wurde er Hofbaurat im Potsdamer Ressort des Ludwig Ferdinand Hesse (1795–1876).

Am 27. März 1866 starb er und wurde auf dem Familienfriedhof der Familienstiftung Hofgärtner Hermann Sello, einem Teil des Bornstedter Friedhofs, beigesetzt.

1841–1844: Mitarbeit an der Heilandskirche in Potsdam-Sacrow unter Ludwig Persius

1845–1848: Friedenskirche in Potsdam, zusammen mit Ludwig Ferdinand Hesse nach Plänen von Ludwig Persius und Friedrich August Stüler

1846: Normannischer Turm auf dem Ruinenberg nach Plänen von Ludwig Persius

1848: klassizistische Villa des preuß. Majors z. D. Albert (auch Albrecht) Graf von Hacke (1802–1876) in Potsdam, Jägerallee 1

1850: Klosterhof in Glienicke in Berlin-Wannsee

1852: Weiße Villa in Bielefeld

1859/1860: spätklassizistische Villa Arnim in Potsdam, Weinbergstraße 20

1860/1861: Villa Arndt in Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 63, ausgeführt durch August Ernst Petzholtz

1860: neugotische Umgestaltung des Schlosses Nennhausen bei Rathenow für Familie von Rochow, den beiden Töchtern d. Theodor von Rochow als Erbengemeinschaft

1860–1861: Umgestaltung des Jagdschlosses Glienicke

1863/1867: Schweizerhäuser in Klein Glienicke (Villenviertel von Potsdam-Babelsberg), Wilhelm-Leuschner-Straße, Louis-Nathan-Allee und Waldmüllerstraße. Vier der ehemals zehn Häuser sind erhalten.

1864–1868: neugotische Schlosskirche in Kröchlendorff (Uckermark), f. Oskar von Arnim-Kröchlendorff

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