An diesem Tag

Ferdinand Pauwels

Belgischer Historienmaler

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Wilhelm Ferdinand Pauwels ([ˈpʌu̯əls]; * 13. April 1830 in Ekeren bei Antwerpen; † 25. März 1904 in Blasewitz) war ein belgischer Historienmaler.

Pauwels war ein Sohn des Petrus Josephus Pauwels (1799 – 12. Februar 1868) und dessen Frau Maria Catharina (geborene Jaspers; 1802 – 6. Februar 1886). Seine Eltern gehörten dem Mittelstand an und zogen später in die Gemeinde Berchem. Im Alter von zwölf Jahren wurde er 1842 Schüler an der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten Antwerpen und wurde dort bis 1850 unter anderem von Jules Dujardin, Nicaise de Keyser und Gustave Wappers unterrichtet. Bereits während seiner Ausbildung konnte er in den Akademie-Ausstellungen erfolgreich mit dem Gemälde De laetste byeenkomst van Baudewyn van Constantinopel en zyner dochter Joanna debütieren; sein Werk Coriolan vor Rom wurde 1852 mit dem Prix de Rome ausgezeichnet.

Verbunden mit diesem Preis war ein großzügiges Stipendium, welches Pauwels bis 1856 einen Studienaufenthalt in der Villa Medici in Rom ermöglichte. Begleitet wurde er von seinem Freund Frans Vinck, mit dem er sich zunächst kurzzeitig in Paris aufhielt, ehe sie nach Italien weiterreisten. Auf seiner Rückreise 1856 hielt er sich einige Zeit in Dresden auf, bevor er sich in Antwerpen als freischaffender Künstler niederließ.

1862 nahm Pauwels einen Ruf als Professor an die zwei Jahre zuvor gegründete Großherzogliche Kunstschule Weimar an und unterrichtete dort zehn Jahre mit großem Erfolg zahlreiche Schüler. Parallel dazu entstanden in dieser Zeit auch viele seiner Ölgemälde und sein bekannter „Luther-Zyklus“ auf der Wartburg, sieben Wandbilder aus dem Leben Martin Luthers. Die weiteren Gemälde des 18 Bilder umfassenden Zyklus wurden von Paul Thumann (5), Willem Linnig d. J. (3) sowie Alexander Struys (3) geschaffen. Auch der Wiener Maler Arthur von Ramberg war an der Ausschmückung des Zimmers beteiligt.

1872 kehrte Pauwels nach Belgien zurück und wirkte die folgenden vier Jahre wieder freischaffend. Im Jahr 1876 wurde er als Professor an die Kunstakademie in Dresden berufen. Während dieser Zeit schuf er eine Gruppe von sechs Wandgemälden in der Aula der Fürstenschule von Meißen. Pauwels verstarb in der Nacht zum 26. März 1904 um 23.55 Uhr in seiner Blasewitzer Wohnung an einem Herzschlag, daher findet sich am Grabstein letzteres Datum und im standesamtlichen Sterberegister der 25. März als Todestag. Unkorrekt ist auch der auf dem Grabstein angegebene Sterbeort Dresden, da Blasewitz damals noch nicht nach Dresden eingemeindet war. Er wurde auf dem Alten Katholischen Friedhof beigesetzt.

Publikum wie Kritiker bewunderten unter anderem die geschickte Umsetzung der historischen Themen. Waren es in Pauwels frühen Werken noch biblische Szenen („Deborah als Richterin“), so veränderte sich dies mit den Jahren bis hin zu politischen Aussagen („Amerika schafft die Sklaverei ab“). Neben dem Inhalt seiner Werke wurde vor allem auch sein Spiel mit den Farben gelobt. Den von Charles de Groux begonnenen Zyklus von zwölf Wandgemälden in der Tuchhalle von Ypern konnte Pauwels vollenden.

Pauwels war seit dem 8. April 1861 mit Theresa Constantia Maria (geborene Van Endert; 5. Mai 1836 – 27. Februar 1911) verheiratet. Er ließ sich scheiden und heiratete am 29. November 1894 Louise Marianne (geborene Heyne, geschiedene Söltner).

Pauwels hatte mehrere Geschwister, darunter einen Bruder Constantin Ferdinand Pauwels (* 1849) und eine Schwester Maria Elisabeth Pauwels.

1851: De laetste byeenkomst van Baudewyn van Constantinopel en zyner dochter Joanna (‚Die letzte Zusammenkunft Balduins von Konstantinopel mit seiner Tochter Johanna‘)

1852: De Trappisten in den kerkdienst ter abdy van Westmalle

1852: Coriolanus overwonnen door de tranen zyner moeder (‚Coriolanus, überwältigt von den Tränen seiner Mutter‘, mit dem Rompreis prämiert)

1856: Respa, die Gattin Sauls, an den Leichen ihrer Söhne

1857: Die Witwe Jacobs van Artevelde opfert ihre Kostbarkeiten für die Stadt Gent (Museum zu Brüssel)

1861: De Bannelingen des Hertogen van Alva (Die Rückkehr der Verbannten nach Antwerpen nach dem Abzug des Herzogs von Alba 1573)

Die Berufung der heiligen Klara

Genter Bürger vor Philipp dem Kühnen

Amerika schafft die Sklaverei ab,

Szenen aus der Verfolgung der Protestanten in den Niederlanden (Königsberg, Städtisches Museum)

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Ferdinand Pauwels | World in Stories