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Farid el Atrache

Syrischer-ägyptischer Sänger, Komponist und Schauspieler

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Farid el Atrache (arabisch فريد الأطرش, DMG Farīd al-Aṭraš; auch al-Atrash und al-Atrasch; * 19. Oktober 1915 in as-Suwaida, Syrien; † 26. Dezember 1974 in Beirut, Libanon) war ein syrisch-ägyptischer Komponist, Sänger und Schauspieler. Er gehörte neben Oum Kalsoum, Fairuz, Abdel Halim Hafez und Mohammed Abdel Wahab zu den größten Vertretern der arabischen Musik des 20. Jahrhunderts.

Unterschiedliche Schreibweisen des Namens

Die Schreibweise Farid el Atrache ist auf den meisten Schallplatten und CDs zu lesen. Darüber hinaus kommen die leicht abgewandelten Umschriften Farid EL-Atrache, Farid Al Atrash, Farid EL Atrash, Fareed Al Atrache, Fareed Al Atrash, Farid Al Attrach oder Fareed EL Atrash vor.

Farid entstammt der berühmten Drusenfamilie el Atrache. Sein Vater war Fahd el Atrache, Leiter des libanesischen Strafgerichts, der später dem Alkoholismus verfiel. Bis 1918, als das Osmanische Reich zerfiel, war er ein hoher Beamter im türkischen Bezirk Demirci. Seine Mutter Aleya Menzer (ʿUlayāʾ Ḥusain al-Munḏir) entstammte einer libanesischen Drusenfamilie. Sie war eine hervorragende Oud-Spielerin und Sängerin. Da sich der Vater nur wenig um die Familie kümmerte, lag die Hauptverantwortung bei der Mutter. Seine Schwester Āmal al-Aṭraš (* 18. November 1918; † 14. Juli 1944) wurde unter dem Namen Asmahān in der arabischen Welt als Sängerin und Schauspielerin berühmt. Sein Bruder Fouad trat künstlerisch nicht in Erscheinung. Zwei weitere Geschwister, ein Mädchen und ein Junge, starben jung.

Um 1920 verließ die Familie, die wegen der Beteiligung an Kämpfen gegen die französischen Besatzer in Bedrängnis geriet, ihre syrische Heimat. Sie fanden Zuflucht in Ägypten, wo sie auch bald die dortige Staatsbürgerschaft erhielten. Seine Mutter konnte ihn und seine Schwester Amal für Musik begeistern. In der Schule trat er als Sänger bei Schulfesten in Erscheinung. Er studierte später an einem Musikkonservatorium bei Riad Al Sunbati, einem bekannten Komponisten seiner Zeit. In den 1930er Jahren trat er zunächst als Oud-Spieler und später auch als Sänger in privaten Rundfunkstudios in Erscheinung. Schon bald danach wurde er beim Nationalrundfunk in Kairo engagiert. Auch als Komponist begann er sich einen Namen zu machen. Er trat seit 1931 sehr häufig mit seiner Schwester Asmahān auf. Anfang der 1940er Jahre machten sie auch zwei Spielfilme zusammen. Einer davon war "Intisar al-chabab (Sieg der Jugend)". Als seine Schwester am 14. Juli 1944 bei einem Verkehrsunfall mit ihrem Auto in den Nil stürzte und ertrank, fiel er in eine tiefe Depression. Mit dazu beigetragen hatten die aufkommenden Gerüchte, Asmahan sei, wegen möglicher Spionagetätigkeit, umgebracht worden; Vorwürfe, die aber nie erhärtet werden konnten.

Farid, der in seinen jungen Jahren ein leichtsinniges Leben führte, was ihm auch öfter Spielschulden einbrachte, die ihn bis an den Rand des Ruins führten, setzte dennoch seine Karriere mit immer größerem Erfolg fort. Er drehte weitere Spielfilme, in denen er nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch alle Lieder komponierte, auch die der anderen Mitwirkenden. Es waren Komödien und Dramen darunter. In dieser musikalischen Filmkomödie spielte er mit der berühmten Bauchtänzerin Samia Gamal zusammen.

Erst 59 Jahre alt, starb Farid am 26. Dezember 1974 im Al-Hayek-Krankenhaus in Beirut an den Folgen seines Herzleidens. Er wurde in Kairo auf einem Friedhof neben seiner Schwester Asmahan und seinem Bruder beigesetzt.

Im September 2006, 62 Jahre nach dem Tode von Asmahan hat das syrische Tourismusministerium zugestimmt, dass ihr Haus im ehemals französischen Teil von as-Suwaida in ein Museum für die Geschwister Asmahan und Farid umgebaut werden kann. Vorher befand sich das Gebäude, wie auch große Teile des Viertels im Besitz der syrischen Armee.

1941: Intisar al-chabab (Sieg der Jugend) (Wahid)

1943: Ahlam el chabab (Träume der Jugend)

1946: Shahr el asal (Flitterwochen)

1946: Ma akdarshi (Das kann ich nicht machen)

1946: Gamal wa Dalal (Gamal und Dalal) (Gamal)

1946: Bolbol effendi (Herr Nachtigall) (Bolbol - Nachtigall)

1947: Habib al omr (Die Liebe meines Lebens) (Mamdouh)

1949: Ahebbak inta (Ich liebe nur dich) (Munir)

1949: Dame Teufelin – OT: Afrita hanem (Asfour) Film lief in Deutschland

1950: Akher kedba (Die letzte Lüge) (Samir)

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