An diesem Tag

Ezra Miller

US-amerikanische schauspielende Person

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Ezra Matthew Miller (* 30. September 1992 in New Jersey) ist eine nichtbinäre US-amerikanische Person, die schauspielerisch tätig ist. Erste Erfolge konnten durch Rollen in Filmen wie Meet the Rizzos (2009) und We Need to Talk About Kevin (2011) verbucht werden, ehe Miller durch die Rolle des Credence Barebone in der Phantastische-Tierwesen-Reihe sowie die des Superhelden Flash in mehreren Filmen des DC Extended Universe endgültig internationale Bekanntheit erlangte.

Ezra Miller wuchs in der Gemeinde Wyckoff in Bergen County im US-Bundesstaat New Jersey auf. Die Mutter Marta ist Tänzerin; der Vater, Robert S. Miller, war zunächst Vizepräsident und Direktor bei der Abteilung für Erwachsenenbücher der Walt Disney Corporation, wechselte dann aber zum Verleger bei der Workman Publishing Company. Miller hat zwei ältere Schwestern, Saiya und Caitlin, welche einen Altersunterschied von 4 und 9 Jahre zu Miller aufweisen. Miller bezeichnet sich selbst als jüdischgläubig; der Vater ist jüdisch, die Mutter christlich. Bis zum Alter von 11 Jahren absolvierte Miller eine Gesangsausbildung im Met Opera Children’s Chorus und trat in der Metropolitan Opera auf. Mit 8 Jahren wirkte Miller bei der US-Premiere von Philip Glass’ Oper White Raven mit. Bis zum 17. Lebensjahr besuchte Ezra Miller die Hudson School und die Rockland Country Day School, welche abgebrochen wurde. Miller gab später an, „ein guter Schüler“ gewesen zu sein, doch habe Miller der Schauspielkarriere mehr Zeit widmen wollen.

Ezra Millers Karriere begann im Jahr 2008 mit einer Rolle in Antonio Campos Film Afterschool, in dem Miller einen Teenager spielte, der eine Privatschule besucht. Danach spielte Miller in den Filmen Meet the Rizzos (2009) mit Andy Garcia, Beware the Gonzo und Every Day Film mit. Die beiden letztgenannten wurden auf dem Tribeca Film Festival aufgeführt. Im Film We Need to Talk About Kevin, der zu einer Sensation bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes wurde, spielte Miller an der Seite von Tilda Swinton und John C. Reilly. Ezra Miller hatte auch eine Rolle als Damien in der vom Pay-TV-Sender Showtime produzierten schwarzhumorigen Fernsehserie Californication. Zwei Staffeln lang spielte Miller die Rolle des Tucker Bryant in der US-Serie Royal Pains. Neben Logan Lerman und Emma Watson übernahm Miller die Rolle des Patrick in Vielleicht lieber morgen, der Verfilmung von Stephen Chboskys Briefroman gleichen Namens.

Im Jahr 2014 wurde bekannt, dass Ezra Miller in der Comicverfilmung Flashpoint die Rolle des titelgebenden Superhelden Flash übernehmen werde. 2016 war Miller in dieser Rolle in den Filmen Batman v Superman: Dawn of Justice und Suicide Squad zunächst in kurzen Cameoauftritten zu sehen. 2017 spielte Miller diesen Part in einem größeren Umfang im Film Justice League, der 2021 als Zack Snyder’s Justice League als Director’s Cut neu veröffentlicht wurde. Im Jahr darauf verkörperte Miller den jungen Salvador Dalí neben Ben Kingsley und Barbara Sukowa im Filmdrama Dalíland von Mary Harron. 2016 wurde Miller zudem in dem Harry-Potter-Prequel Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind als Credence Barebone besetzt. Diesen Charakter verkörperte Miller auch in den beiden Fortsetzungen Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen (2018) und Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse (2022). 2023 kehrte Miller schließlich als Barry Allen zurück und wirkte in der Science-Fiction Verfilmung The Flash von Andy Muschietti mit, welche auch der erste Solofilm der Comicfigur und ein Teil des DC Extended Universe ist.

Ezra Miller sang und spielte Schlagzeug in der New Yorker Band Sons of an illustrious father, welche sich neben Miller aus Lilah Larson und Josh Aubin zusammensetzt. 2018 beschrieb die Band in einem Interview mit dem them magazine ihren Sound als „Genre Queer“, laut ihnen eine Kombination aus Punk, Folk und Elementar.

2021 änderte die Band nach dem Ausstieg von Aubin ihren Namen in Oddkin und zeigte bis zu der in Kürze gefolgten Auflösung des Duos nur noch vereinzelt Veröffentlichungen.

Ende desselben Jahres ließ Miller den eigenen Instagram-Account wieder aufleben, nachdem dieser zuvor gelöscht worden war. Gleich danach wurde ein Profil angelegt, auf welchem in Kooperation mit Millers Freundin Rosie D’Ercole Beiträge über Produkte aus dem gemeinsamen Store geteilt werden. Verkauft werden eigenhändig gefertigte Kleidung und Schmuckstücke, welche oftmals mit knochenähnlichem Besatz bestückt sind. Das Konto ist derzeit unter dem Namen domanium_eeda auf Instagram zu finden. Im November 2023 eröffnete Miller in Zusammenarbeit mit Tokata Iron Eyes ein weiteres Konto, das sich hingegen auf die Produktion von Musik spezialisierte. Unter dem Bandnamen Hundred in the Hand besteht neben dem Instagram-Account ein gleichnamiges Youtube- und TikTok-Profil, auf welchen Videos geteilt werden.

2021 änderte die Band nach dem Austritt von Aubin ihren Namen in Oddkin und war von da an ein Duo. Larson und Miller haben einen gemeinsamen Instagram- und TikTok-Account.

Miller sagte 2012 auf die Frage, ob Miller schwul sei: “I’ve had many, you know, ‘happy ending sleepovers’ in my early youth […] My period of exploration − I think that’s essential. Anyone who hasn’t had a gay moment is probably trying to avoid some confrontation with a reality in their life.” (deutsch: „Ich hatte eine Menge, nun ja, happy ending sleepovers [Anm.: i.E. ‚Übernachtungen, die in Geschlechtsverkehr enden‘] in meiner frühen Jugend. Meine Zeit der Erkundung − ich denke, das ist wichtig. Jeder, der noch nie einen homosexuellen Moment hatte, versucht wahrscheinlich, sich der Auseinandersetzung mit einer Realität in seinem Leben zu entziehen.“)

Ende 2018 identifizierte sich Miller erstmals öffentlich weder als männlich noch als weiblich: „Queer heißt einfach: nein, ich mache das nicht. Ich identifiziere mich nicht als Mann. Ich identifiziere mich nicht als Frau. Ich identifiziere mich kaum als Mensch.“ Miller benutzt in Bezug auf sich in wechselnder Weise verschiedene Pronomen. In einem Interview der GQ Style im November 2018 beschreibt Miller die eigene Geschlechtsidentität als nichtbinär (gender-fluid), zwischen den Geschlechtern hin- und herfließend.

Im August 2022 gab ein Pressevertreter Millers dem Magazin Variety eine Erklärung ab, in der sich Miller für Fehlverhalten in der Vergangenheit entschuldigte. Miller sei „durch eine intensive Krise gegangen“ und habe deshalb eine psychotherapeutische Behandlung begonnen.

In einer Ausgabe des Magazins The Hollywood Reporter, welche am 7. November 2018 erschien, teilte Miller erstmals einen eigenen #MeToo-Moment, den Miller mit einem namenlosen Regisseur und einem ebenso ungenannten Produzenten erlebte.

Von derselben Begegnung berichtete Miller 2018 auch dem Playboy und anderen Zeitschrift wie dem People Magazin.

Weiter berichtete Miller über einen „engen Freund“, mit welchem Miller eine sexuelle Beziehung hatte. Dieser wurde jedoch feindselig und gewalttätig, nachdem er eine „Macho-Erkenntnis“ hatte und glaubte, dass „Miller das Problem sei.“

Kontroversen und Probleme mit der Justiz

Im Juni 2011 wurde Miller bei einer Polizeikontrolle in Pittsburgh, Pennsylvania, während Dreharbeiten zu Vielleicht lieber morgen, angehalten, da ein Bremslicht an Millers Wagen defekt war. Bei der Kontrolle wurden 20 Gramm Marihuana entdeckt. Eine zunächst erhobene Anklage wegen Drogenbesitzes wurde anschließend auf Anraten des Ermittlungsrichters fallengelassen, stattdessen wurde Miller zu 600 Dollar wegen Störung des öffentlichen Friedens verurteilt. Miller äußerte sich später zu diesem Vorfall und sagte: „Ich denke nicht, dass es irgendeinen Grund gibt, warum ich die Tatsache verschweigen sollte, dass ich Gras rauche. Es ist eine harmlose Substanz, die sinnliche Wahrnehmungen verstärkt.“

Am 6. April 2020 ging ein Video von Miller viral, in dem Miller eine Frau in der Öffentlichkeit würgte. Der Vorfall ereignete sich im Prikið Kaffihús, einer Bar in Reykjavík, Island, und wurde im Nachgang von einem Mitarbeiter bestätigt. Millers Anwälte bestätigten den Vorfall im September 2022 ebenfalls, wobei Miller angeblich zuvor von einer Gruppe Jugendlicher herausgefordert worden sei, die zuvor verächtlich gemachten Mixed-Martial-Arts-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Laut Millers Verteidigung war Millers Absicht nicht, die Frau zu würgen, sondern Handlungen an ihrem Schlüsselbein vorzunehmen.

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