Ewald, mit den (seltenen) Varianten Ewalt, Ewaldt und Evald, ist ein alter deutscher, männlicher Vorname, der heute auch als Familienname in Gebrauch ist.
Der Name ist, wie zahlreiche andere alte deutsche Vornamen auch, ein zweigliedriger Personenname, und zwar aus dem althochdeutschen Substantiv ewa mit der Grundbedeutung 'Gesetz, Recht, Ordnung' und dem ebenfalls althochdeutschen Verb waltan mit der Bedeutung walten, (be-)herrschen, regieren, bewachen.
Ewald kam im frühen Mittelalter als Heiligenname auf; er war der Name der beiden Brüder Ewaldi, zweier angelsächsischer Missionare, die der Legende nach im 7. Jahrhundert bei Aplerbeck erschlagen wurden.
Der Name war zunächst nur im Verehrungsgebiet der beiden Heiligen verbreitet, nämlich in Westfalen, im Rheinland und (in der Form Ewout) in angrenzenden Teilen der Niederlande. Erst ab dem 18. Jahrhundert wurde er im ganzen deutschsprachigen Raum verwendet.
Meist am 3. Oktober, so wie ursprünglich auch in den Bistümern Paderborn und Münster; in Köln aber am 22. Oktober.
Ewald Ammende (1893–1936), deutschbaltischer Publizist und Politiker
Ewald Balser (1898–1978), deutsch-österreichischer Schauspieler
Ewald Blasius (1921–1987), deutscher Chemiker und Hochschullehrer
Ewald Böckenhoff (1929–2005), Agrarmarktökonom an der Universität Hohenheim
Ewald Dahlskog (1894–1950), schwedischer Künstler und Industriegestalter
Ewald Döpper (1929–1994), deutscher Landwirt
Ewald Dülberg (1888–1933), deutscher Maler und Holzschneider
Ewald André Dupont (1891–1956), deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor
Ewald Eberle (1933–2025), liechtensteinischer Skirennläufer
Ewald Eichhorn (* 1929), deutscher Polizeioffizier, Stellvertreter des Ministers des Innern der DDR
Ewald Fabian (1885–1944), deutscher Zahnarzt und Schriftführer des Vereins sozialistischer Ärzte
Ewald Felber (* 1947), österreichischer Musikpädagoge, Gitarrist und Komponist
Ewald Frie (* 1962), deutscher Historiker und Hochschullehrer