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Everard Scheidius

Hochschullehrer

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Everard Scheidius (auch: Scheid; * 24. Dezember 1742 in Arnhem; † 27. April 1794 in Leiden) war ein niederländischer reformierter Theologe, Philologe und Orientalist.

Der Sohn des Jan Philips Scheidius, studierte Theologie an der Universität Groningen bei Nicolaus Wilhelm Schroeder (1721–1798) und an der Universität Leiden bei Jan Jacob Schultens (1716–1778). Während jener Zeit hatte er eine besondere Vorliebe für orientalische Sprachen entwickelt. Nachdem er 1765 in Leiden zum Doktor der Theologie promoviert hatte, folgte er einem Ruf als außerordentlicher Professor der orientalischen Sprachen an die Universität Harderwijk, welches Amt er 1766 mit der Rede de abusu dialect. Oriental. in solida codic. Hebr. interpretatione non admittenda antrat.

1767 wurde er dort ordentlicher Professor der orientalischen Sprachen, welches Amt er mit der Rede oratio de fontibus lit. Arabicae in usum disciplinarum begann. 1769 war er Rektor der Alma Mater und übernahm am gleichen Tag die Professur für philologisch-exegetischen Theologie des Alten Testaments. 1780 wurde die Professur um das Neue Testament erweitert. Nachdem Herman Tollius (1742–1822) 1776 aus der Harderwijker Hochschule gegangen war, hatte er auch obligatorisch den Lehrstuhl der griechischen Sprache inne, bevor man in Cornelis Willem de Rhoer einen Nachfolger für diese Position fand.

Nachdem er 1782 abermals zum Rektor der Harderwijker Hochschule gewählt worden war, wechselte er nach dem Tod von Schultens 1793 an die Universität Leiden, als dessen Nachfolger und er hielt auf seinen einstigen Lehrer die Rede Oratio de eo quod Schultensii post immortalia erga literas orientales merita posteris agendum reliquerint (Leiden 1794). Scheidius der schon lang vor seiner Leidener Berufung kränkelte, wurde die neue Belastung zu viel, und er starb an Überarbeitung.

Scheidius hatte eine arabische Sprachlehre nach Nikolaus Wilhelm Schröders Programma academicum de antiqua linguae arabicae origine, sowie eine grammatikalische Enzyklopädie der griechischen Sprache (Etymologicum Linguae Graecae) von Johann Daniel van Lennep (1724–1771) fortgesetzt und weiterhin ein Lexikon der hebräischen und caldischen Typografie (Lexicon Hebraico-Chaldaicum manuale) erarbeitet, welches nach seinem Tod 1805 und 1810 überarbeitet herausgebracht wurde. Er bearbeitete den samaritischen Text der fünf Bücher Mose. und hatte sich durch eine umfangreiche Sammlung von Manuskripten, die er sich aus dem Orient zu beschaffen wusste, große Verdienste erworben.

Ad quaedam V.T. loca. Gron. 1764. 4o., ook in Sylloge Dissertationum sub Praeside A. Schultensii, J.J. Schultensii et N.G. Schroederi defens. Leiden et Leov. 1772, 1775.

Ad Canticum Hiskiae. Leiden 1765

Oratio de abusu Dialectorum Orientalium in solida Codicis Hebraei interpretatione non committendo. Harderwijk 1766

Oratio de fontibus literaturae Arabicae apertis in usum disciplinarum latius multo recludendis. Harderwijk 1767

Abu Becri Muhammedis Ibn Hoseini Ibn Doreidi Azdaansi Poëmation. Harderwijk 1768

Dissertatio Theologico-Exegetica ad Canticum Hiskiae, Jesaiae XXXVIII. 9–20. Accesserunt Specimen Observationum ad quaedam loca V.T. et tres orationes Academicae Lugdun. Batav. Leiden 1769

Zie Nova Act. erud. 1770. Decembri p. 529–542. Theses philol. ad Cod. S.V.T. Harderwijk 1765–1768.

Schediasmata phillol. ad linguae Hebr. sacraque cod. V.T. promovenda studia. Harderwijk 1771.

Abu Nasri Ismaelis Ebn Hammad Al Giaubari Tarabiensis purioris sermonis Arabici Thesaurus, sive Lexicon Arabicum Particula I.e Codicibus Msc. summa fide editum, et versione latina instructum. Harderwijk 1774–76

Observationis Etymologicae Linguae Hebraeae stirpes quibus primaevae strictim explicantur. Harderwijk 1772

Selecta ex Sententiis Proverbiisque Arab. ab Erpenio olim editis. Leiden 1779

Primae lineae institutionis Arabicae. Leiden 1779

Specimen Hermeneuticum exhibens Libri Geneseos Cap. IV. 1–12 ad fidem Codicum Msctorum versionumque antiquarum emendavit. Harderwijk 1783

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