Eugenia León (* 7. Juni 1956 in Tlanepantla) ist eine mexikanische Sängerin und Schauspielerin.
León besuchte die Colegio de Ciencias y Humanidades de Naucalpan und studierte ab dem achtzehnten Lebensjahr an der Escuela Nacional de Música der Universidad Autónoma de México. Mit ihrer Schwester gründete sie die Gruppe Víctor Jara, die sich lateinamerikanischer Volksmusik widmete, später schloss sie sich Naldo Labríns Gruppe Sanampay an. Von dieser trennte sie sich 1982, um eine solistische Laufbahn zu beginnen.
1983 veröffentlichte sie ihr erstes Album Así te quiero und tourte mit einer kleinen Band durch Mexiko. Mit Marcial Alejandros Lied El Fandango Aquí nahm sie Vertreterin Mexikos am Internationalen Festival der OTI in Sevilla teil und gewann damit den Ersten Preis. Auf mehr als 20 Alben sang sie in der Folgezeit Kompositionen u. a. von Fito Páez, David Haro, Guillermo Briseño, Joan Manuel Serrat, Marcial Alejandro, Armando Manzanero, José Alfredo Jiménez, Francisco Gabilondo Soler, Liliana Felipe und María Grever. Zu ihren musikalischen Partnern zählten u. a. Pablo Milanés und Ramón Vargas, mit dem sie das Album Corazón mexicano aufnahm.
2003 übernahm sie die Moderation der Sendung Acústico auf Kanal 22 des Senders Mexiko-Stadt. Hier waren Musiker wie Daniela Romo, José Feliciano, Lila Downs, Regina Orozco, Susana Zabaleta, Chavela Vargas Pablo Milanés, Marco Antonio Muñiz, Sin Bandera, José Feliciano, Gilberto Santa Rosa, Armando Manzanero, Ramón Vargas, Tania Libertad, Guadalupe Pineda und Amaury Pérez zu Gast. Zu ihrem zwanzigjährigen Jubiläum als Sängerin gab sie 2003 ein Konzert mit dem Orquesta Sinfónica de las Américas im Auditorio Nacional.
2008 nahm sie neben Vikki Carr, Alberto Angel und Los Camperos de Nati Cano an einem Special des PBS zur mexikanischen Musik unter dem Titel Fiesta Mexicana teil. Im gleichen Jahr debütierte sie neben Ana Claudia Talancón, Daniel Giménez Cacho und José María de Tavira in dem Film Arráncame la vida nach einem Roman von Àngeles Mastreta in der Rolle der Toña la Negra als Schauspielerin. Mit dem Album Las Tres Grandes (mit Tania Libertad und Guadelupe Pineda) wurde sie 2016 für einen Latin Grammy nominiert.
Geboren 1956 in Tlalnepantla de Baz, Bundesstaat Mexiko, besuchte Eugenia León das Colegio de Ciencias y Humanidades [es] of Naucalpan.
Mit 18 Jahren beschloss sie, von zu Hause wegzugehen, um ihre Ausbildung an der Nationalen Musikhochschule der UNAM abzuschließen.
Mit der Unterstützung ihrer Schwester, gründete León die "Victor Jara group", welche lateinamerikanischer Volksmusik gewidmet war. Später schloss sie sich der Gruppe Sanampay [es] an, die sich aus mexikanischen und argentinischen Musikern und Sängern zusammensetzte und von Naldo Labrín geleitet wurde. 1982 beschloss sie, sich als Solistin selbstständig zu machen, und baute ein Repertoire auf, das Stücke zeitgenössischer mexikanischer Komponisten sowie Bolero und brasilianische Musik umfasste.
1983 veröffentlichte sie ihr erstes Album, „Así te quiero“, und tourte durch Mexiko, begleitet von einer kleinen Gruppe von Musikern.
1985 gewann sie die 14. mexikanische Vorauswahl für das OTI-Festival mit dem von Marcial Alejandro komponierten Lied „El fandango aquí“ und vertrat Mexiko somit beim OTI-Festival 1985, das sie ebenfalls gewann; doch nach ihrem Sieg gab es keine Feierlichkeiten, Interviews oder Vertragsunterzeichnungen, da Mexiko-Stadt am Tag zuvor von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht worden war.
León hat mehr als 20 Alben aufgenommen. Zu den Komponisten, deren Werke sie interpretiert hat, gehören Fito Páez, David Haro, Guillermo Briseño, Joan Manuel Serrat, Marcial Alejandro, Armando Manzanero, José Alfredo Jiménez, Francisco Gabilondo Soler, Liliana Felipe und María Grever. Sie ist in verschiedenen Genres wie Mariachi, Bolero und Tango aufgetreten.
1998 verlieh ihr die Regierung von Veracruz die Agustín-Lara-Medaille als Anerkennung für ihre Interpretationen der Werke des aus diesem Bundesstaat stammenden Komponisten.
Sie arbeitete während der „Cómplices“-Tournee mit Pablo Milanés zusammen und bereiste dabei einen Großteil der mexikanischen Republik. Außerdem arbeitete sie bei der Produktion des Albums „Corazón Mexicano“, das von der Regierung des Bundesdistrikts gefördert wurde, mit dem mexikanischen Tenor Ramón Vargas zusammen.
Im Jahr 2003 begann sie, die Fernsehsendung „Acústico“ auf Canal 22 in Mexiko-Stadt zu moderieren, in der sie Persönlichkeiten der iberoamerikanischen Musikszene interviewte. Sie sang Duette mit Gästen wie Daniela Romo, José Feliciano, Lila Downs, Regina Orozco, Susana Zabaleta, Sonora Santanera, Chavela Vargas, Los Folkloristas, Maldita Vecindad und Amaury Pérez.
Anlässlich ihres 20-jährigen Bühnenjubiläums gab Eugenia León am 1. November 2003 ein Konzert im Auditorio Nacional, begleitet vom Mariachi Vargas und dem Sinfonieorchester der Amerikas.
Sie ist international in Frankreich, Japan, New York, Sevilla, Cartagena, Deutschland, Brasilien, Marokko, Peking und Ägypten aufgetreten.
In 2008, León participated as a guest artist in a Mexican special entitled Fiesta Mexicana for the US cultural television network PBS, along with Vikki Carr, Alberto Angel "El Cuervo" [es], and the mariachi group Los Camperos de Nati Cano. She was honored by the municipal government of Tlalnepantla as a favorite daughter of the municipality at the 2008 Equinoccio Festival.
In jenem Jahr wagte sie den Sprung zur Schauspielerei in dem Film „Tear This Heart Out“, der auf dem gefeierten Roman von Ángeles Mastretta basiert. Sie spielte die Rolle der Toña la Negra und stand gemeinsam mit Ana Claudia Talancón, Daniel Giménez Cacho und José María de Tavira vor der Kamera.