An diesem Tag

Estere Volfa

Lettische Skilangläuferin

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Estere Volfa (* 11. April 2005 in Riga) ist eine lettische Biathletin und vormalige Skilangläuferin. Volfa nahm 2022 als Jugendliche erstmals an Olympischen Spielen teil, wechselte noch im selben Jahr vom Skilanglauf zum Biathlon und gehört in dieser Sportart seit 2024 zur lettischen Nationalmannschaft. 2026 gewann sie sechs Medaillen bei internationalen Juniorenmeisterschaften und zudem die Gesamtwertung des IBU-Junior-Cup.

Estere Volfa stammt aus einer vom Sport geprägten Familie. Beide Großeltern mütterlicherseits waren als Skilangläufer aktiv, ihre Mutter Ieva Cederštrēma nahm als Biathletin an den Olympischen Spielen 1994 und 1998 teil und erreichte 1993 in Ruhpolding als erste Lettin einen Top-10-Platz im Weltcup. Volfa kam schon im Kindesalter durch ihre Eltern zum Skilanglauf und begann ihre Karriere fast gleichzeitig mit der etwa gleichaltrigen und ebenfalls in Cēsis aufgewachsenen Elza Bleidele, mit der sie seit ihrer Kindheit eng befreundet ist.

Erste Olympische Spiele und Wechsel zum Biathlon

Volfa trat international erstmals bei den Junioren-Skiweltmeisterschaften 2021 in Vuokatti in Erscheinung, bei denen sie die Ränge 73 und 68 im Sprint und über fünf Kilometer Freistil erzielte. Kurz darauf startete sie im Alter von 15 Jahren als drittjüngste Athletin bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf und belegte den 93. Platz über 10 km Freistil und den 82. Rang im Sprint. Im Januar 2022 debütierte sie in Zlatibor im Balkan-Cup und erreichte bei ihrem ersten Rennen über fünf Kilometer klassisch auf Anhieb das Podest. Auch für die Olympischen Winterspiele 2022 wurde die Lettin nominiert und wurde – als jeweils zweitjüngste Starterin – 80. und 83. in den beiden Einzeldisziplinen sowie zusammen mit Kitija Auziņa 21. im Teamsprint. Bereits zu diesem Zeitpunkt trainierte sie nebenbei auch das Schießen und gab bekannt, in Zukunft auch international im Biathlon starten zu wollen. Im August 2022 nahm sie erstmals am Rollerski-Weltcup teil und lief in Madona im Teamsprint an der Seite Kitija Auziņas auf das Podest, im folgenden Januar gewann sie bei den nationalen Skilanglaufmeisterschaften hinter Samanta Krampe und Auziņa die Bronzemedaille über fünf Kilometer klassisch. Ihren internationalen Einstand im Biathlon gab Volfa zu Beginn des Winters 2022/23 im IBU-Junior-Cup, verpasste aber aufgrund vieler Schießfehler vordere Platzierungen recht deutlich. Auch ihre Teilnahme an den heimischen Junioreneuropameisterschaften war nicht von Erfolg gekrönt. In der Folgesaison verbesserte sie sich bis auf Rang 16 im Sprint von Jakuszyce und gab am Saisonende in Obertilliach ihr Debüt im IBU-Cup, das mit zwei Ergebnissen außerhalb der Top-70 endete; ferner musste sie sich im Massenstart der lettischen Langlaufmeisterschaften nur ihrer Freundin Elza Bleidele geschlagen geben.

Im Winter 2024/25 steigerte Volfa ihre Leistungen stetig. Schon im ersten Trimester gewann sie in Geilo und Idre erste IBU-Cup-Ranglistenpunkte, zudem lief sie im Junior-Cup erstmals auf das Podest. Nach dem Jahreswechsel folgte in Oberhof das Weltcupdebüt, in dessen Rahmen sie 76. des Sprints und Zehnte gemeinsam mit Renārs Birkentāls im Single-Mixed-Wettkampf wurde. Saisonhöhepunkt wurde ihre Teilnahme an den Weltmeisterschaften in der Lenzerheide, bei denen sie als 42. des Sprints (trotz zweier Schießfehler) ihr erstes Verfolgungsrennen auf der höchsten Ebene erreichte. Volfas erste Weltcuppunkte folgten schließlich am Wochenende von Nové Město na Moravě mit den Plätzen 36 und 34 in Sprint und Verfolgung. Bei den nationalen Sommermeisterschaften gewann sie die Goldmedaille im Sprint.

Große Erfolge auf Juniorenebene

Die Saison 2025/26 begann die Lettin im Weltcup und unterbot als 28. des Einzels sofort ihr bisher bestehendes Bestergebnis, fünf Tage später traf sie im Verfolgungswettkampf erstmals alle zwanzig Scheiben und überquerte als 23. die Ziellinie. Mitte Januar 2026 nahm sie an den Juniorcup-Rennen in ihrem Heimatland teil und sicherte sich zwei Siege, bei den anschließenden Junioreneuropameisterschaften gewann sie im Massenstart die Goldmedaille sowie in Sprint und Single-Mixed-Staffel Bronze. Schon früh stand außerdem Volfas Teilnahme an den Olympischen Spielen fest. Bei diesen pulverisierte sie mit den Plätzen 16 und 11 in Sprint und Verfolgung sämtliche vorherigen Leistungen auf Erwachsenenebene und qualifizierte sich für den Massenstart, den sie als 23. abschloss. Damit unterbot sie zugleich den seit 28 Jahren bestehenden „Familienrekord“ ihrer Mutter Ieva Cederštrēma, die im Einzel Rang 25 belegt hatte. Auch bei den nacholympischen Rennen hatte Volfa Erfolg: Im Rahmen ihrer letzten Juniorenweltmeisterschaften sicherte sie sich im Sprint mit gut 54 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Inka Hämäläinen als erster lettischer Biathlet überhaupt den Weltmeistertitel, außerdem gewann sie als Schlussläuferin der Mixedstaffel – zusammen mit Matīss Meirāns, Rihards Lozbers und Elza Bleidele – ebenfalls die Goldmedaille. Mit diesen Ergebnissen schloss sie auch die Gesamtwertung des IBU-Junior-Cup als Erste ab. Im März 2026 war die 21-Jährige in Otepää noch einmal Teil des Weltcupaufgebots und lief im Sprint mit fehlerfreiem Schießen auf Rang neun und damit zu ihrer ersten Top-10-Einzelplatzierung.

Volfa studiert Betriebswirtschaft an der Universität Lettlands in Riga.

Weltcupplatzierungen (Biathlon)

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen

Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)

Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)

Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin

Staffel: inklusive Mixed- und Single-Mixed-Staffeln

Ergebnisse bei Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem:

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Nordische Skiweltmeisterschaften

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