Erwin Anders (* 8. September 1908; † 30. Juni 1972 in Potsdam) war ein deutscher Kameramann.
Anders absolvierte von 1922 bis 1926 eine Ausbildung zum Feinmechaniker. Anschließend begann er, als Fotolaborant bei Zeiss-Ikon in Dresden zu arbeiten. In Dresden ließ er sich ab 1928 an der Techniker-Schule ausbilden und beendete seine Lehrzeit 1930. Von 1933 bis 1945 leitete er das Filmatelier von Zeiss-Ikon und war anschließend von 1946 bis 1951 als Kameramann bei der DEFA-Produktion Sachsen in Dresden tätig. Von 1955 bis zu seinem Tod 1972 arbeitete er als Kameramann im DEFA-Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg sowie für den Deutschen Fernsehfunk. Zu seinen Mentoren zählte unter anderem Karl Plintzner.
Anders drehte zahlreiche satirische Kurzfilme der Reihe Das Stacheltier. Ein einziges Mal führte Anders zudem Regie: Gemeinsam mit Christoph Engel entstand 1960 der Kinderfilm Das Zaubermännchen.
1946: Dresden (Kurzdokumentation)
1948: Botschafter des Friedens (Dokumentarfilm)
1955: Das Stacheltier: Hoch die Tassen (Kurzfilm)
1956: Besondere Kennzeichen: keine
1957: Vergeßt mir meine Traudel nicht
1959: Die Dame und der Blinde (TV)
1960: Flucht aus der Hölle (TV)
1960: Das Zaubermännchen (nur Co-Regie)
1963: Zauberhafte Melodien (TV)
1967: Das Tal der sieben Monde
1968: Die kleine Eisrevue (TV)
1969: Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück (TV)
Anders erhielt am 25. Mai 1952 für den Dokumentarfilm Freundschaft siegt als Teil des Filmkollektivs den Heinrich-Greif-Preis I. Klasse. Für seine Arbeit an den satirischen Kurzfilmen der Reihe Das Stacheltier wurde er, ebenfalls im Kollektiv, 1954 mit dem Heinrich-Greif-Preis III. Klasse ausgezeichnet.
Erwin Anders. In: Ingelore König, Dieter Wiedemann, Lothar Wolf (Hrsg.): Zwischen Marx und Muck. DEFA-Filme für Kinder. Henschel, Berlin 1996, ISBN 3-89487-234-9, S. 425.
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