Ernst Kölz (* 26. Januar 1929 in Wien; † 30. Dezember 2014 ebenda) war ein österreichischer Komponist und Blockflötist.
Ernst Kölz studierte in den Jahren von 1944 bis 1950, neben seiner Ausbildung zum Buchhändler, Blockflöte an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien bei Hans-Ulrich Staeps. Von 1957 bis 1969 wirkte er als freischaffender Komponist, danach unterrichtete er Blockflöte bis zum Jahr 1975 am Kärntner Landeskonservatorium in Klagenfurt und bis 1993 an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
1964: Förderungspreis des Theodor-Körner-Fonds
1965: Förderungspreis der Stadt Wien
1982: Verleihung des Professorentitels durch die Republik Österreich
1990: Jandls szenen aus dem wirklichen leben wurde mit seiner Musik Hörspiel des Monats April
1997: Friederike Mayröckers Das zu Sehende, das zu Hörende wurde mit seiner Musik zum Hörspiel des Jahres (Österreich)
2009: Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
Neben Instrumentalmusik komponierte Kölz auch Liederzyklen, Musik für Theater und Film sowie zu Hörspielen u. a. von Ernst Jandl und Friederike Mayröcker. Populär wurden seine „Schwarzen Lieder“ und seine „Moritaten“, gesungen von Helmut Qualtinger und Kurt Sowinetz sowie die von ihm selbst vorgetragenen „Wiener Depressionen“ nach Texten von Joe Berger. Auch als Blockflötenvirtuose und als Herausgeber von Werken aus dem 18. Jahrhundert machte sich Kölz einen Namen.
Partita brevis – Duo für zwei Violinen (1948)
Musik für Streichinstrumente – Quartett für zwei Violinen und zwei Violoncelli (1949)
Kleine Spielmusik – Duo für zwei Blockflöten (1949)
Quartettino – Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello (1951)
Pastorale – Duo für Flöte und Klavier (1952)
Petites Nocturnes – Duo für zwei Violinen (1962)
Suite nach alten Weisen – Duo für zwei Blockflöten (1964)
Kleine Variationen über „La doulce saison“ – Duo für Flöte und Gitarre (1967)
Ballettino per tre flauti dolci mit Schlagwerk ad lib. – Quartett für drei Blockflöten und Perkussion (1987)