Ernst-August Schorn (* 8. September 1924 in Lich; † 8. April 1989 ebenda) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Schorn, Sohn eines Kaufmanns, trat nach dem Abitur 1942 am 1. September jenes Jahres als Offizieranwärter bei der Flakartillerieschule V in Baden bei Wien in die Luftwaffe der Wehrmacht ein. An der Schule diente er bis Dezember 1942. Von April bis August 1944 war er Zugführer in der schweren Flak-Abteilung 258 in Leipzig und Leuna, wo er am 1. August 1944 zum Leutnant ernannt wurde. Von August bis November 1944 war er Zugführer und Bataillons-Adjutant in der Kampfgruppe Gramse der 1. Fallschirm-Armee und von Dezember 1944 bis März 1945 Zugführer im Fallschirmjäger-Regiment 32 in den Niederlanden und im westlichen Deutschland. Von März 1945 bis Mai 1948 war er in Kriegsgefangenschaft des Vereinigten Königreichs.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Schorn von August 1948 bis Juni 1956 Dolmetscher bei der Direktion Deutsches Reisebüro in Frankfurt am Main und daneben von 1950 bis Juni 1956 selbständiger Gebrauchsgrafiker.
Am 2. Juli 1956 trat Schorn als Oberleutnant in die Bundeswehr ein und war bis März 1959 Batteriechef eines Flakbataillons. Von April 1959 bis März 1961 war er Erkundungsoffizier und Offizier für Planung, Ausbildung und Organisation (S 3) im Flugabwehrbataillon 6 in Rendsburg.
Bereits im April 1961 wurde Schorn an die Führungsakademie der Bundeswehr nach Hamburg versetzt, um von Oktober 1961 bis September 1963 im 4. Generalstabslehrgang (Heer) zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet zu werden. Danach war er von Oktober 1963 bis September 1966 Referent im Bundesnachrichtendienst in Pullach im Isartal (legendiert als Verwendung beim Amt für Militärkunde in München). Von Oktober 1966 bis März 1968 war er Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der Panzerbrigade 12 in Amberg, von April 1969 bis September 1971 G 3 Operationen im Wehrbereichskommando V in Stuttgart, von Oktober 1971 bis September 1974 Chef des Stabes der 5. Panzerdivision in Diez und von Oktober 1974 bis September 1976 G 3 des Territorialkommandos Süd in Heidelberg.
Von Oktober 1976 bis September 1979 war Schorn Brigadekommandeur der Panzergrenadierbrigade 5 in Homberg/Efze und von Oktober 1979 bis März 1980 Leiter des Vorbereitungsstabes der Bundeswehrplanübung 1980 in Düsseldorf. Im April 1980 wurde er zum Brigadegeneral ernannt und stellvertretender Befehlshaber sowie Chef des Stabes des Territorialkommandos Nord in Mönchengladbach. Mit Ablauf des September 1984 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Schorn war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Kinder.
1944: Verwundetenabzeichen in Schwarz
1944: Infanterie-Sturmabzeichen
1945: Eisernes Kreuz I. Klasse
Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen
Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr
Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 462.
Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1982/1983. Bernard & Graefe, Bonn 1982, ISBN 3-7637-5262-5, S. 143.