Erna Hennicot-Schoepges (* 24. Juli 1941 in Dudelingen) ist eine luxemburgische Pianistin und Politikerin.
Nach ihrer Schulzeit studierte Hennicot-Schoepges Musikwissenschaften, Literatur und Philosophie. Sie wurde Hochschullehrerin für Musik in Luxemburg. Später war sie Gastgeberin einer Radioshow im Radio Luxembourg.
Von 1989 bis 1995 war Hennicot-Schoepges Präsidentin der Abgeordnetenkammer (Chambre des députés). Ihr folgte als Präsident des Parlamentes Jean Spautz nach.
Hennicot-Schoepges war von 1995 bis 2003 Parteivorsitzende der Christlichen Sozialen Volkspartei. Ihr Nachfolger war François Biltgen.
In der Regierung Juncker-Poos war sie von Januar 1995 bis 1999 Unterrichtsministerin, Kulturministerin und Kultusministerin. In der darauf folgenden Regierung Juncker-Polfer war sie zwischen 1999 und 2004 Kulturministerin, Ministerin für Hochschulen und Forschung und Ministerin für öffentliche Bauten. Zudem war sie während beider Mandate delegierte Ministerin für die Francophonie.
Von 2004 bis 2009 war sie Abgeordnete im Europaparlament.
1990: Großkreuz des Falkenordens
1990: Großoffizier des Ordens der Eichenkrone
1992: Großkreuz der Ehrenlegion
1994: Großkreuz des belgischen Kronenordens
1996: Kommandeur mit Stern des norwegischen Verdienstordens
1999: Großoffizier des Militär- und Zivildienst-Ordens Adolphs von Nassau
2002: Großes Goldenes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich
Erna Hennicot-Schoepges in: Internationales Biographisches Archiv 32/1995 vom 31. Juli 1995, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Offizielle Website von Erna Hennicot-Schoepges
Erna Hennicot-Schoepges in der Abgeordnetendatenbank des Europäischen Parlaments
Portal Erna Hennicot-Schoepges auf der Website MuGi.lu, das neben einer Biographie auch ausgewählte Materialien zu ihrem Leben und ihrer Karriere präsentiert, wie z. B. Musik, Fotos, Konzertprogramme, Presseartikel, persönliche Gegenstände, Ausschnitte aus Interviews und Fernsehsendungen u. v. a. m.