An diesem Tag

Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen

Internationale Organisation, kümmert sich um die Entwicklung der Landwirtschaft

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Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (englisch Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO; französisch Organisation des Nations Unies pour l’alimentation et l’agriculture, ONUAA), im deutschen Sprachraum auch als Welternährungsorganisation bezeichnet, ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom.

Sie hat die Aufgabe, Produktion und Verteilung von landwirtschaftlichen Produkten im Allgemeinen und Nahrungsmitteln im Besonderen weltweit zu verbessern, um die Ernährung sicherzustellen und den Lebensstandard zu verbessern. Zu diesem Zweck hat sie z. B. den Codex Alimentarius entwickelt, der internationale Standards für die Lebensmittelsicherheit definiert.

Die Aufgaben und Ziele sind in einer eigenen Verfassung festgelegt, genauer in deren Präambel. Die wichtigsten sind:

Anhebung des Ernährungs- und Lebensstandards der Völker

Verbesserung der Erzeugung und Verteilung der Nahrungsmittel

Verbesserung der Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung

Beitrag zur Entwicklung der Weltwirtschaft und damit zur Befreiung der Menschen vom Hunger

Dabei darf sich die FAO nicht in die politischen Verhältnisse ihrer Mitgliedsstaaten einmischen.

Das wichtigste Mittel, um diese Aufgaben wahrzunehmen, ist die technische Hilfeleistung, vor allem für weniger entwickelte Regionen, also etwa die Vermittlung von technischem Know-how zur Produktion von Nahrungsmitteln. In der Realität stellen sich diesem gewollten Technologietransfer allerdings zahlreiche Probleme in den Weg, allen voran geltende Patente, die die freie Weitergabe von Wissen verbieten, darüber hinaus auch widrige politische Verhältnisse in den Empfängerregionen, sowie die kulturellen Unterschiede zwischen ländlich geprägten und industrialisierten Regionen.

Betrachtet man die Aufgabenbereiche, so sieht man, dass es zu etlichen Überschneidungen mit den Aufgabenbereichen anderer UN-Sonderorganisationen kommt, was Konflikte etwa mit der WHO und der Weltbank nach sich ziehen kann. Mit der Agenda 2030 kommt der FAO eine zentrale Rolle bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (SDG) zu.

Als Vorgänger kann das von 1905 bis 1948 bestehende „Internationale Landwirtschaftsinstitut“ mit Sitz in Rom angesehen werden.

Der Vorschlag zur Gründung der Organisation wurde 1943 während einer UN-Konferenz in Hot Springs (USA) eingebracht. Diesem Vorschlag folgend wurde ein Ausschuss gebildet und damit beauftragt, die Gründung der neuen Organisation vorzubereiten.

Zwei Jahre später, am 16. Oktober 1945, unterzeichneten die ersten 42 Mitgliedsstaaten in Québec (Kanada) die Gründungsurkunde. Die FAO war damit eine neue offizielle Teilorganisation der United Nations und hatte ihren Sitz (bis 1951) in Washington D.C. (USA). An den Gründungstag erinnert seitdem jährlich der auch „Welthungertag“ genannte Welternährungstag als UNO-Gedenktag. 1951 übersiedelte die FAO von Washington D.C. nach Rom.

Während der 1950er und 1960er Jahre war die Organisation Teil von weitreichenden Bestrebungen, die landwirtschaftliche Produktion anzukurbeln. In Sachen Ernährung verschrieb sich die FAO lange der Sache des Proteinmangels und förderte u. a. Milchproduktion und proteinreiche Zusatzernährung, ohne allerdings die grundlegenden Probleme der Ernährungsversorgung lösen zu können. Allerdings sind viele Aspekte der Geschichte der FAO noch unerforscht.

Seit 2008 läuft ein Programm zur Reformierung der Organisation.

Da die Organisation zu den so genannten „autonomen Sonderorganisationen“ der UN gehört, sind Staaten, die Mitglieder der UN sind, nicht auch automatisch Mitglieder der FAO. Auch ist es möglich – und schon passiert –, dass Staaten Mitglied werden, die nicht Mitglied der UN sind. Zu Beginn (1945) hatte die FAO 42 Mitgliedsstaaten, heute (2014) sind 194 Staaten sowie der Staatenverbund „Europäische Union“ Mitglieder.

Wird ein Staat Mitglied der FAO, so geht er damit Verpflichtungen ein (siehe „Aufgaben und Ziele“). Um umfassende internationale Statistiken und Datenbanken erstellen zu können, verpflichtet die FAO die Staaten außerdem, ihr Daten zu liefern, vor allem zu den Bereichen Ernährung, Land- und Forstwirtschaft.

Die Aktivitäten umfassen vier Gebiete:

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