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Erika Wackernagel

Deutsche Schauspielerin

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Erika Wackernagel (* 19. Juni 1925 in Ulm als Erika Ritzen; † 30. Juni 1995 auf Mallorca) war eine deutsche Schauspielerin.

Erika Wackernagel legte an der Oberschule für Mädchen in Stuttgart-Bad-Cannstatt 1943 ihr Abitur ab. Nach einer Schauspielausbildung war Erika Wackernagel zehn Jahre lang am Ulmer Theater engagiert, ehe sie sich hauptberuflich auf eine Tätigkeit als Journalistin konzentrierte. Erst ab Mitte der 1970er Jahre war sie wieder als Schauspielerin tätig. Bühnenengagements führten sie u. a. an das Württembergische Staatstheater in Stuttgart, nach Esslingen, an die Freie Volksbühne Berlin sowie ans Hamburger Thalia Theater. Sie verkörperte zahlreiche klassische Rollen, darunter auch in Dramen von Gerhart Hauptmann in Inszenierungen von Rudolf Noelte: „Frau Hassenreuther“ in Die Ratten 1976 an der Freien Volksbühne und „Frau Kramer“ in Michael Kramer 1983 am Thalia Theater.

Ab Ende der 1960er Jahre übernahm Wackernagel auch Filmrollen wie in Margarethe von Trottas Drama Das zweite Erwachen der Christa Klages, in Peter Fleischmanns Jagdszenen aus Niederbayern, in Andrzej Wajdas Eine Liebe in Deutschland, in Christian Wagners Wallers letzter Gang und in der Chevy-Chase-Komödie Hilfe, die Amis kommen. Darüber hinaus war sie mit Gastauftritten in Fernsehserien und -produktionen wie Tatort, Tegtmeier klärt auf, Neues aus Uhlenbusch, Lutz & Hardy, Die Wache, SOKO 5113, Die schnelle Gerdi sowie in der schottischen Krimiserie Taggart zu sehen. Außerdem spielte sie eine wiederkehrende Rolle in der Serie Die Hausmeisterin mit Veronika Fitz in der Titelrolle.

Erika Wackernagel war in erster Ehe mit dem Regisseur und Theaterintendanten Peter Wackernagel verheiratet. Ihr Sohn Christof Wackernagel war ein ehemaliger Terrorist der Rote Armee Fraktion (RAF) und wurde 1980 wegen Mordversuchs und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, von der er zwei Drittel verbüßte. 1983 distanzierte er sich von der RAF. Ihre Tochter Sabine Wackernagel sowie deren Tochter Katharina Wackernagel sind ebenfalls Schauspieler. 1961 heiratete sie den Architekten Heinrich Guter.

Ende Juni 1995 verstarb Erika Wackernagel im Alter von 70 Jahren auf Mallorca.

1959: Der Fried’ sei mit euch allezeit – Regie: Wilhelm Kutter

1973: Die Wiskottens (VIII) (Aus der Reihe Bestseller von Vorvorgestern) – Autor und Regie: Hartmann Goertz

1974: Wer hilft Frau Schräubele? – Regie: Hans Breinlinger

1977: ’s Konfirmandefescht – Regie: Alfred Kirchner

1983: Ällamol’s Gleiche – Regie: Helga Siegle

1984: Pfarrhausgeschichten – Regie: Heinz von Cramer

1984: Von der Ahnfrau und allerlei Stadt- und Landvolk Schwäbischer Bilderbogen 1850 aus Texten von Ottilie Wildermuth von Heinz von Cramer – Regie Heinz von Cramer

1985: Das Hörgerät – Regie: Horst Loebe

1986: Der Aufstieg auf den Fudschijama – Regie: Otto Draeger

1986: Das Geheimnis der großen Mutter – Regie: Norbert Schaeffer

1986: Kalbfleisch schwäbisch – Regie: Helga Siegle

1986: Ich, Feuerbach – Regie: Hans Gerd Krogmann

1986: Der verwaltete Engel. Eine Familiengeschichte in 11 Teilen – Regie: Norbert Schaeffer

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